szmmctag

  • Fracking...wie die Bauern ihre Felder verlieren....

    2009 hatte Lech Kowalski gerade begonnen, einen Dokumentarfilm über die oft verheerenden Auswirkungen der Globalisierung auf das Leben "einfacher" Menschen und deren Widerstand dagegen zu drehen. Dabei traf er im Osten Polens Bauern, die um ihre Existenz fürchteten, weil ein amerikanischer Energiekonzern in ihrer Gegend mit Probebohrungen nach Schiefergas begonnen hatte. In Häuserwänden zeigten sich Risse, das Brunnenwasser war verschmutzt, keine 100 Meter von den Wohnsiedlungen entfernt zerfurchten Raupenfahrzeuge ohne Genehmigung die Felder. Die Bauern fragten sich, wie sie diesem Treiben ein Ende setzen könnten.

    Lech Kowalski war überzeugt, dass das, was hier passierte, nicht nur von lokaler Bedeutung war, sondern über kurz oder lang die ganze Welt betreffen würde. Er begann, Informationen über das Thema Schiefergas zu sammeln: die verschiedenen Fördermöglichkeiten, Auswirkungen auf die Umwelt und das Leben der Bevölkerung, die in Europa und den Vereinigten Staaten in der Nähe der Förderanlagen lebt. In den USA wurden bereits Tausende von Bohrtürmen errichtet - vor allem in Pennsylvania, dem "Saudi-Arabien des Schiefergases". Parallel zu seinen Recherchen, die jeden Tag neue und immer alarmierendere Informationen zutage förderten, nahm Lech Kowalski seinen neuen Dokumentarfilm "Gas-Fieber" in Angriff.

    Von März bis Oktober 2012 drehte er in den Dörfern um Zamosc, einer Stadt in Ostpolen, und drei Wochen in Bradford County, Pennsylvania. Der auf den Erfahrungen der polnischen Dorfbewohner basierende Film verdeutlicht, was Schiefergas ist, welche Interessen hinter der Förderung stehen und welche Folgen sie hat. Die Vorgänge in einer relativ kleinen polnischen Region mögen überraschen oder auch empören, was dagegen schon seit geraumer Zeit in den USA passiert, dürfte weit mehr schockieren und beunruhigen.

    Doch die Dorfbevölkerung und ihre Anführer gaben den ungleichen Kampf gegen die allgegenwärtige Propaganda nicht auf und setzten sich weiter für den Fortbestand ihres Dorfes, ihrer Häuser, ihrer Landwirtschaftsbetriebe und ihrer Straßen, für sauberes Wasser, Gesundheit und Umwelt ein. Lech Kowalskis Film zeigt, wie diese Männer und Frauen lernen, sich zu wehren, zu organisieren und zu kämpfen. Entgegen allen Erwartungen trugen diese einfachen Bürger mehrere Siege davon, die zwar anfechtbar, aber in Anbetracht der Entwicklung in den USA sehr wichtig sind: In Bradford County in Pennsylvania bot sich dem Filmemacher ein kriegsähnliches Bild. Für diesen Eindruck ist die trostlose Landschaft ebenso verantwortlich wie die seelische und körperliche Erschöpfung der Bevölkerung, die unter den vielen Bohrtürmen in ihrer Region leidet.

    Diese erschütternden Aufnahmen aus Pennsylvania stehen am Anfang und Ende des Films. Nur zu gut veranschaulichen sie die Kluft zwischen der Wirklichkeit der Schiefergasförderung und dem "American Dream", mit dem die Politiker und die großen Energiekonzerne den Polen und allen anderen Europäern das sogenannte unkonventionelle Erdgas schmackhaft machen wollen.
    (Frankreich, 2012, 75mn)

    Quelle:http://vimeo.com/60663598


    Gas-Fieber Doku über die verheerenden Auswirkungen von Fracking und der Widerstand dagegen from Fred Kaier on Vimeo.

  • Halleluja...mal ganz anders...

    Das ist eine tolle Hochzeitszeremonie...

  • Aufmarsch der Populisten

    Gestern gesehen auf arte...

    sehr interessant, ganz besonders für die, die die Schuld unserer finaziellen Probleme den Ausländern und Flüchtlingen in die Schuhe schieben möchten:

    http://www.arte.tv/guide/de/050481-000/aufmarsch-der-populisten?autoplay=1

  • Nazis gewinnen in Italien immer mehr an Boden

    Innerhalb 2 Tagen wurden vor der Küste Siziliens rund 4000 Bootsflüchtlinge von der Marine und anderen Handelsschiffen aufgenommen.

    Siehe folgenden Artikel:
    http://bazonline.ch/ausland/europa/4000-Fluechtlinge-in-48-Stunden-aufgegriffen/story/11917648

    Aufgrund dessen nehmen rassistische Einträge von Italienern bei fb ständig zu.
    Die Flüchtlinge werden mit Worten tituliert, die ich hier nicht wiedergeben möchte.

    Woran liegt es, dass der Hass auf diese armen Menschen immer mehr zunimmt?

    Da wird als Grund auch angegeben, dass die eigene Bevölkerung vom Staat nichts zu erwarten hat, doch die Flüchtlinge teilweise in Unterkünften unterkommen, die sich ein normaler Italiener nicht leisten könnte.

    Man spricht von Menschen, die in ihren eigenen Autos übernachten müssen, weil sie zwangsgeräumt wurden.

    In vielen Fällen können die obdachlosen Italiener nicht einmal die Steuer oder Versicherung für ihre Autos bezahlen in denen sie gezwungen sind zu leben und der Staat konfiziert aufgrund dessen auch noch das letzte was ihnen wenigstens einen trockenen Platz bietet.

    Ich versuche dann öfters bei fb zu erklären, dass dies doch nicht die Schuld der armen Flüchtlinge ist, sondern die der Politiker.

    Flüchtlinge werden durch die europäischen und menschenrechtlichen Gesetze geschützt.

    Die eigene Bevölkerung (hier Italien) ist den Politikern doch vollkommen egal.

    Italienische Politiker sind dafür bekannt, dass sie sich fast durch die Bank weg, gerne die eigenen Taschen aus dem Topf der Parteienfinanzierung füllen, auf Staatskosten gerne mal mit der Familie oder den Freunden gut essen gehen.

    Sie sind berühmt dafür dem italienischen Volk den Mittelfinger zu zeigen und selbst bei laufenden Kameras sich darüber auszusprechen, was sie vom Wähler halten.

    Doch das scheinen einige Italiener zu ignorieren und leider werden es immer mehr.

    Vor kurzem wurde von der italienischen Marine ein Flüchtlingsboot, nachdem die Flüchtlinge aufgenommen wurden, versenkt.

    Zu lesen war anschließend bei fb:
    "Man hätte das Boot mit den Flüchtlingen darauf versenken sollen."

    Was sind das für Menschen ????

  • Manchmal braucht man die Hilfe von Mamma, Papa und der ganzen Familie

    Einfach herzerfrischend...
    wenn auch auf spanisch...aber das macht nichts
    man versteht es auch so

  • Brauche Eure Hilfe....Was mach ich jetzt

    Folgende email habe ich heute erhalten:

    Guten Tag,

    Im Anhang dieser Email senden wir Ihnen Ihre aktuelle Rechnung fuer den
    Monat April.

    Der offene Betrag ist innerhalb von 10 Tagen auf unserem Konto zu
    ueberweisen.

    MFG
    Apay AG

    natürlich werde ich den Anhang nicht öffnen, da ich den Absender nicht kenne.

    Sollte ich dies der Polizei melden?

    *****


    AKTUALISIERUNG:

    Blogfreundin "Fluestern" sendete mir in ihrem Kommentar dazu folgendes:

    http://www.giga.de/extra/malware/news/rechnung-von-apay-ag-und-michael-friedrich-per-mail-was-tun/

  • Griechenland will Flüchtlinge solange einsperren, bis sie freiwillig wieder nach Hause wollen...

    Unbefristete Haft für illegale Immigranten in Griechenland

    Der staatliche Rechtsbeirat in Griechenland schlägt vor, illegale Immigranten so lange in Konzentrationslagern einzusperren, bis sie ihrer Abschiebung zustimmen.

    Mit einem Gutachten, das sogar auch all jenen die Sprache verschlägt, die in den letzten Jahren gelernt haben, von einer Regierung, die alle Nase lang die Messlatte für den Schutz der Menschenrechte niedriger anlegt, alles zu erwarten, schlägt in Griechenland der Rechtsbeirat des Staates nicht mehr und nicht weniger als die unbefristete Verlängerung der Inhaftierung der Immigranten vor, bis sie ihrer “freiwilligen” Abschiebung zustimmen.

    Das am 11 Februar 2014 von den Referenten Chrysafoula Avgerinou (Rechtsberaterin) und Dimitrios Katopodis (Vorsitzender) unterzeichnete Gutachten 44/2014 der 3. Kammer des Rechtsbeirats versucht, auf die unbegreiflichste Weise das Problem zu lösen, welches ab dem ersten Augenblick internationale Organismen, Menschenrechtsorganisationen und unabhängige Behörden betont haben: nämlich dass die auf bis 18 Monate ausgeweitete Abschiebehaft einerseits jeder Rechtsregel widerspricht und andererseits in Fällen, in denen die Abschiebung nicht möglich ist, des Sinnes entbehrt.
    Logische und juristische Akrobatik

    Erst neulich betonte der “Verteidiger des Bürgers” (Ombudsmann), “die Ordnungshaft muss auf das angesichts der Abschiebung / Ausweisung absolut notwendige zeitliche Maß beschränkt werden, anstatt der verallgemeinerten und ernsthaften Einschränkung der persönlichen Freiheit ausländischer Personen für eine unbestimmte Dauer, was heute in der Praxis die Regel darstellt“.

    Nun kommt jedoch der Rechtsbeirat mit logischen und juristischen Klimmzügen, um das Gegenteil vorzuschlagen, und schreibt in seinem Gutachten: “Zwar sieht das Gesetz weder die Möglichkeit zur Verlängerung der Inhaftierung über 18 Monate hinaus noch eine erneute Inhaftierung für einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten vor, auf begründeten Beschluss der zuständigen Behörde jedoch ist es möglich, dass der Ausländer – wegen seiner Weigerung, zwecks Realisierung und Vollendung der Vollstreckung des Beschlusses über seine Rückführung oder Abschiebung zu kooperieren, und der Gefahr, sich abzusetzen – auch nach Ablauf der 18 Monate nicht freigelassen, sondern ihm automatisch die einschränkende Bedingung seines obligatorischen Verbleibs in dem Vor-Abschiebungshaftlager auferlegt wird, bis er mit den Behörden zur Vollstreckung des Bescheids über seine Rückführung oder Abschiebung kooperiert.“

    Unter Ausnutzung der Möglichkeit also, die das Gesetz der Polizei zur Verhängung von Maßnahmen verwaltungstechnischer Natur bietet, damit die Gefahr des Untertauchens eines auf freien Fuß gesetzten Häftlings abgewendet wird, wandelt der Rat eine Maßnahme verwaltungstechnischer Natur in eine Maßnahme des Freiheitsentzugs um: “Die Maßnahme des obligatorischen Aufenthalts an einem bestimmten Ort kann auch die Maßnahme des obligatorischen Verbleibs in den Vor-Abschiebungshaftlagern sein, nicht als Inhaftierung, sondern als einschränkende Maßnahme.“

    Für die Zwecke des Gutachtens werden also die Einsperrung unter Umständen, die als unmenschlich und erniedrigend verurteilt worden sind, “einschränkende Maßnahme” und die Konzentrationslager “Vor-Abschiebungshaftlager” getauft, obwohl sie nicht die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
    Die Begründung der Maßnahme

    Zur Begründung der Notwendigkeit der Maßnahme werden Argumente aus dem reaktionärsten und rechtsradikalsten Waffenarsenal rekrutiert: die Freilassung der Inhaftierten “wird die indirekte ‘Legalisierung’ des Aufenthalts der obigen Ausländer im Land zum Resultat haben, während parallel für sicher gehalten wird, dass sie die Immigrantenflüsse zu unserem Land verstärken und unweigerlich zu einem steilen Anstieg der Bevölkerung der nicht legalen Immigranten im Inland führen wird, nebst den hiesigen nachteiligen Auswirkungen auf die öffentliche Ordnung und Sicherheit, und zwar unter der Berücksichtigung, dass diese Immigranten der Mittel entbehren, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten“.

    Der krankhaft inspirierte Text bezieht sich natürlich auf Häftlinge, deren einziges Verbrechen eine Ordnungswidrigkeit ist: er könnte beispielsweise auf der Tatsache beruhen, dass ein – auf freiem Fuß bleibender – Arbeitgeber in Verletzung des Gesetzes nicht die vorgesehenen Versicherungsbeiträge für seine ausländischen Beschäftigten abgeführt hat. (Anmerkung: Die Verlängerung der Arbeits- / Aufenthaltsgenehmigung für Immigranten aus sogenannten Drittländern ist in Griechenland an den Nachweis einer konkreten minimalen Anzahl versicherter Arbeitstage geknüpft.)

    In einem heuchlerischen Crescendo behauptet der Rechtsbeirat obendrein, all dies erfolge zum Wohl der Inhaftierten (!): “Gleichzeitig mit dem öffentlichen Interesse wird auch ihr persönliches Interesse geschützt, da es sich um verletzbare Personen handelt, ohne festen Aufenthaltsort, ohne legale Papiere und ohne die Möglichkeit zu arbeiten, und sie in Gefahr laufen, in große Not oder illegale Kreise zu ihrer Ausnutzung zu geraten.“
    Gute Nacht, Rechtsstaat!

    Dimitris Christopoulos, Vize-Präsident des in Paris ansässigen internationalen Dachverbands diverser Menschenrechtsorganisation (FIDH), kommentiert das Gutachten des Rechtsbeirat gleichermaßen kurz und knapp wie unmissverständlich:

    “Wir taufen die Arrestzentren als Vorabreise-Zentren. Wir taufen die unbefristete Verlängerung der Haft als Schutz vor der Armut und der Freiheit. Wir brechen in einem Streich Verfassung, Europäische Menschenrechtskonvention und Gemeinschaftsrecht. Es war sicher, dass diese Geschichte, die im August 2012 dermaßen unüberlegt und inhuman mit den Arrestzentrenten begann, keinen anderen Ausgang haben würde. Gute Nacht, Rechtsstaat …“

    Quelle:
    http://www.griechenland-blog.gr/2014/03/unbefristete-haft-fuer-illegale-immigranten-in-griechenland/100702/

  • Wird sich Japan an das Walfangverbot halten?

    Urteil im Walfang-Prozess: Uno-Gericht verbietet Japan Waljagd in der Antarktis

    Japan muss den Walfang in der Antarktis beenden. Wie der Internationale Gerichtshof in Den Haag urteilte, diene das Programm nicht der Wissenschaft. Zu viele Tiere seien getötet worden.

    Australien und Neuseeland hatten im Jahr 2010 Klage gegen das japanische Walfang-Programm eingereicht, um ein Ende des Walfangs zu erzwingen. Die Begründung: Japan mache nicht allein aus wissenschaftlichen Gründen Jagd auf die Meeressäuger. Dieser Auffassung hat sich nun auch der Internationale Gerichtshof in Den Haag angeschlossen.

    Japan muss demnach die Jagd auf die Meeressäuger beenden. Tokio müsse sämtliche Genehmigungen und Lizenzen zurückziehen, die es im Rahmen eines Abkommens über die Jagd zu wissenschaftlichen Zwecken vergeben habe, sagte der Vorsitzende Richter Peter Tomka bei der Verlesung des Urteils. Neue Genehmigungen dürften nicht erteilt werden.

    Tokio hatte schon zuvor erklärt, dass es sich dem Spruch der 16 Richter beugen werde. Das Urteil des Uno-Gerichts ist bindend, eine Berufung ist nicht möglich.

    Trotz internationaler Proteste fangen und töten japanische Walfänger seit mehr als 25 Jahren Wale im Südpazifik - angeblich für Wissenschaft und Forschung. Rund 3600 Zwergwale seien seit 2005 im Rahmen des Programms getötet worden, sagte Tomka - weitaus mehr Tiere, als für ein Forschungsprogramm nötig seien.

    Quelle und weiter hier:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/walfang-japan-muss-jagd-auf-wale-in-der-antarktis-beenden-a-961632.html

  • Auch darüber muss man sprechen.....

    Die stummen Opfer des Krieges – männliche Vergewaltigungsopfer

    Sie tauchen in keinem Bericht auf und keine der zahlreichen Menschenrechts- und Opferorganisationen kümmert sich um sie. Meistens können sie noch nicht einmal über das Erlebte sprechen, weil sie sonst als Homosexuelle in ihren Heimatländern verfolgt werden, deshalb schweigen sie und leiden still: Männliche Vergewaltigungsopfer.

    Hohe Dunkelziffer

    Seit 2008 ist die Vergewaltigung von Männern und Frauen laut UN-Resolution ein Kriegsverbrechen, denn bei einer Vergewaltigung geht es um Macht und Gewalt und nicht um Sex. Wie hoch die Dunkelziffer der durch Vergewaltigung gefolterten Männer ist, darüber gibt es nur Schätzungen. Eine Studie unter Lagerhäftlingen im Jugoslavien Krieg zeigte, dass 80 Prozent von ihnen während dem Krieg und der Lagerhaft sexueller Gewalt ausgesetzt gewesen waren.

    Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie unter Gefangenen in El Salvador von 1980. Vergewaltigungen im Krieg und in Gefängnissen unter Männern dient der Demütigung und der Unterwerfung. Oft werden dabei auch Gegenstände benutzt oder die Genitalien des Mannes verstümmelt. In den afrikanischen Bürger- und Binnenkriegen sind Vergewaltigungen verbreitet, die Opfer schweigen, weil sie befürchten, als unmännlich dazustehen oder als Homosexuelle kriminalisiert zu werden: In 38 von 53 afrikanischen Staaten ist Homosexualität verboten.

    Quelle und weiter hier:
    http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/maennliche-vergewaltigungsopfer

  • Ja, ich habe es getan...mein erstes Mal

    Wenn man Mainzer ist oder wird, muss man mindestens einmal in seinem Leben den einheimischen Fußballverein im Stadion spielen sehen.

    Da geht einfach kein Weg dran vorbei...wenn man als Mainzer akzeptiert werden will.

    Gestern war es bei mir/uns soweit.

    Mainz 05 spielte gegen FC-Augsburg.

    Wir liefen von zu Hause aus Richtung Hauptbahnhof, von wo aus Pendelbusse die Fans zum Stadion bringen.

    Schon auf dem Weg dorthin sahen wir ein großes Aufgebot von Polizeifahrzeugen, die teilweise eine Hauptstraße blockierten.

    „Das fängt ja schon gut an“, dachte ich mir.
    „Wer weiß wie viele von den Fans (?) der gegnerischen Mannschaft schon randalierend unterwegs sind.“
    Ja, es konnten nur die Gegner sein, denn die Mainzer Fans sind dafür bekannt und geliebt, weil sie keine Randalierer unter ihren Hardcore-Fans haben.

    Okay, ab und zu, kann auch mal passieren, dass einer über die Stränge schlägt...doch wird er dann von seinen „Kollegen“ zur Vernunft gebracht.

    Nach dem Spiel las ich =>HIER, dass vor dem Spiel fast 100 Anhänger von Augsburg schon randalierend durch die Stadt zogen.
    Sie konnten sich dann das Spiel zu Hause in der Wiederholung anschauen, denn man brachte sie auf dem direkten Weg zum Bahnhof.

    Am Bahnhof angekommen, sah ich schon von weitem die Menschenmassen, die an der extra für den Transfer eingerichteten Haltestelle standen.
    Ich umgehe normalerweise Massenansammlungen, denn sie versetzen mich ein wenig in Panik...

    Doch in diesem Falle ging alles ganz schnell. Die Busse kamen im Sekundentakt und ruckzuck saß ich im Bus.

    Im Stadion angekommen war ich fasziniert von den Zuschauern.

    Ich glaube, dass es niemanden (außer uns) gab, der keinen rot-weißen Schal um den Hals trug, denn wir wurden – auf Mainzer-Art- von den Nachbarn bestaunt.

    Ich erklärte sofort, dass wir keine Augsburger, sondern Mainzer und das erste Mal im Stadion sind. Ein Raunen ging durch die Reihen...alles war gut.

    Gefesselt hat mich sofort der Mainzer-Fan-Block.

    Getrommelt und gesungen wurde auf Teufel komm raus.

    Ja sogar Faschingslieder waren dabei.

    Ganz besonders dann, wenn ein Tor für die eigene Mannschaft fiel/fällt.

    Kurze Rede:

    Es war sehr schön und ich bedauere, dass ich nicht fotografieren konnte, denn eine Kamera, in meinem Fall eine Srl, darf man nicht mit ins Stadion nehmen und die Fotos von meinem Handy sind nicht gut geworden.

    Das nächste Mal werde ich aber garantiert einen Fan-Schal tragen.

    Übrigens wurden die noch verbliebenen wenigen Anhänger von Augsburg aus dem Stadion direkt in die bereitstehenden Busse begleitet.

    Gehört hat man sie während des ganzen Spiels auch nicht, denn die Mainzer sind ganz groß und stark im Singen....

    Ach, hab ich ganz vergessen:

    Mainz hat 3:0 gewonnen

  • Korruption ist ein ernsthaftes Problem in Italien...

    Das schreibe ich hier schon seit Jahren...übrigens auch in meinem Roman.

    Korruption: Mafia unterstützt Regierung in Italien im Cyber-Krieg
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 28.03.14, 00:10

    Das Jahres-Budget der italienischen Mafia sei größer als der Etat der EU, so das italienische Außenministerium. Mehr als 200 Milliarden Euro erwirtschaftet das Organisierte Verbrechen im Land.

    Doch nur zehn Prozent des Geldes bleiben in Italien, der Rest wandert ins Ausland. „Die Mafia hat überall gute Freunde“, so Giovanni Brauzzi, Sicherheitsdirektor des Außenministeriums. Zum Vergleich: Das Jahresbudget der EU liegt bei 140 Milliarden Euro.

    Brauzzi warnte in Brüssel davor, dass die Mafia eng mit dem italienischen Rechtssystem zusammenarbeite, um etwa gegen kleinere Cyber-Angriffe vorzugehen. Das münde in einer für beiden Seiten vorteilhaften Beziehung: „Die Mafia besorgt Beweismittel, um diese kleinen Aktivitäten zu stoppen. Dafür können sie ihre Geschäfte ungestört durchführen.

    Top-Manager und Spitzen-Anwälte seinen auf der Gehaltsliste der Mafia. Brauzzi stellte weiter fest, dass die Mafia ihre „Investitionen“ außerhalb der Grenzen Italiens verschoben habe. Zudem wäre das Organisierte Verbrechen tief im Bankensystem des Landes verwurzelt, berichtet der EUObserver.

    Korruption sei ein ernsthaftes Problem im Land sagen auch rund die Hälfte aller italienischen Unternehmen, so der im Februar veröffentlichten Anti-Korruptionsbericht der EU

    Quelle:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/28/korruption-mafia-unterstuetzt-regierung-in-italien-im-cyber-krieg/#.UzUydnbWibQ.facebook

    nicht nur Italien ist davon betroffen, wie man auch in dem verlinkten Artikel nachlesen kann:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/03/eu-mitglieds-staaten-koennen-korruption-nicht-bekaempfen/

  • Mit diesem Lied wünsche ich Euch eine gute Nacht...

    Mein absolutes Lieblingslied

  • Wer soll das verstehen...

    Der Eintrag unter nachfolgendem link lässt in mir doch Zweifel aufkommen, ob ich an einer unbekannten Krankheit leide....

    oder versteht Ihr was dort steht?

    http://schlichtes-brautkleid.blog.de/2014/03/26/abendkleider-kleider-2012-mehr-absolute-hingucker-18055700/

    kurzer Ausschnitt:
    Verkleiden sich mit Abendkleider für einen Abend-Partei

    und ich werde mich hüten dort auf irgendeinen link zu klicken.

  • Madrid gestern...Ausschreitungen waren zu erwarten...nur von welcher Seite gingen sie mal wieder aus ?!!!!!

    haben die Spanier eigentlich noch etwas zu verlieren?
    Nein...also kann ich die Wut der demonstrierenden verstehen.
    Die Demonstration sollte um 21.30Uhr beendet werden
    und die Polizei setzte dies mit allen Mitteln durch


  • Die Spanier zeigen wie es geht....Madrid heute im Ausnahmezustand...Hundertausende kommen an










    Tsunami der Widerstandsfluten soll Madrid überfluten
    Ralf Streck 21.03.2014
    Seit Wochen marschieren sechs Kolonnen in die spanische Hauptstadt, um am Samstag gemeinsam gegen die Verarmung wegen der Bankenrettungen zu demonstrieren

    In Madrid wird am Samstag ein Verkehrschaos erwartet. Am 22. März kommt es in der spanischen Hauptstadt zu 35 Demonstrationszügen. 29 Märsche aus Stadtteilen werden mit sechs Marschkolonnen in Richtung Innenstadt ziehen. Seit Wochen sind "Märsche für die Würde" auf dem Weg nach Madrid und protestieren schon auf dem Weg nach Madrid gegen die Politik der Regierung, welche die Auflagen der Troika aus EU-Kommission, Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäische Zentralbank (EZB) umsetzt. Die ist auch im spanischen Staat unerwünscht.

    In einem Manifest heißt es: "Wir leiden unter der Politik der regierenden Volkspartei (PP) und dem Diktat der Troika und wir müssen den Diebstahl erkämpfter Rechte und die Verarmung einer breiten Mehrheit der Bevölkerung stoppen." Man will sich nicht mit der "unersättlichen Gier skrupelloser Bankster und Spekulanten" abfinden, für deren Rettung sich der Staat massiv verschuldet habe, wofür die Bevölkerung zur Kasse gebeten werde.

    In der Marschkolonne aus dem südspanischen Andalusien findet sich Mari García. Für die Aktivistin der kämpferischen Landarbeitergewerkschaft SAT ist die Würde ein zentraler Pfeiler im Widerstand, weshalb sie sich an den "Märschen der Würde" beteiligt. "Der Kampf um unsere Würde hat uns Frauen und Männer in diesen Märschen vereint", erklärt sie und fügt an, einige seien schon seit dem 1. März auf dem Weg. "Sie wollen uns weißmachen, dass es keine Alternativen zur Troika-Politik gibt und wir am Ende des Tunnels angelangt sind." Die Realität sei, dass Spanien nicht aus der Krise komme, sondern "wir aus Fabriken, Wohnungen, Krankenhäusern, ja sogar aus dem Land geworfen werden".

    Sie spricht an, dass mit fast sechs Millionen Menschen haben fast 26 Prozent keinen Job haben, die Löhne gekürzt und Arbeitsbedingungen verschlechtert wurden. 400.000 Familien seien aus ihren Wohnungen geräumt worden, weil sie Miete oder Hypothek nicht mehr bezahlen konnten. Im Gesundheits- und Bildungssektor ist massiv gekürzt worden und die Jugend verlässt in Scharen das Land, weil sie wegen einer Jugendarbeitslosigkeit über 50 Prozent keine Zukunft sähe.

    Den Marschierern wurde Solidarität entgegengebracht. "In allen Dörfern sind wir wunderbar empfangen worden, egal wer dort jeweils regiert", beschreibt Manuel Rodríguez seine Erfahrung. Er marschiert in der Kolonne aus der Extremadura. Bürgermeister hätten Sporthallen geöffnet, damit die 200 Marschierer seiner Kolonne übernachten konnten und die Bevölkerung habe die Aktivisten versorgt. In Navalmoral habe sich der Bürgermeister der rechten PP geweigert, die Sporthalle zu öffnen. Doch die Bürger des Ortes seien zum Rathaus gezogen, woraufhin der eingelenkt habe.

    Ähnliche Märsche hatte schon die Empörten-Bewegung vor drei Jahren durchgeführt, um eine "wahre Demokratie" zu fordern. Die ist längst in den "Widerstandsfluten" aufgegangen, die sich seither gebildet haben. Diese "Fluten" sollen nun in Madrid zusammenfließen, um vor den Europaparlamentswahlen im Mai geballt den Unmut gegen die Kürzungspolitik, Zwangsräumungen, Bildungsnotstand zu zeigen. Zuletzt hat sich die "lila Flut" gebildet, in der sich vor allem Frauen dagegen wehren, dass Abtreibung wie in der Diktatur wieder strafbar werden soll.

    Unklar ist, was über den Widerstandstag hinaus geschieht. Irene Montero, ein Sprecherinnen aus Madrid, hebt hervor, dass "tausende Menschen aus dem gesamten Land" zusammenströmen, um zu erklären, dass die Schulden für Bankenrettungen nicht bezahlt werden sollen. Bisher bekannt ist, dass neben den Marschierern auch zwei Sonderzüge, 750 Busse und zahllose Autos sich auf den Weg nach Madrid machen werden, um sich an dem Tsunami zu beteiligen.

    Es gehe um einen "Schrei", um klarzumachen, "dass wir zu allem bereit sind". Man kämpfe für menschenwürdige Beschäftigung, soziale Rechte, demokratische Freiheiten und gegen Kürzungen, Repression und Korruption. "Wir werden am 22. In Madrid ankommen, aber es ist unklar, wann wir wieder gehen, meinte Álvaro Rodríguez. Er stellt damit in den Raum, dass erneut Protestlager auf zentralen Plätzen entstehen könnten, mit denen die Empörten vor drei Jahren weltweit bekannt wurden.

    Quelle:
    http://www.heise.de/tp/news/Tsunami-der-Widerstandsfluten-soll-Madrid-ueberfluten-2151927.html?from-mobi=1

  • Autofahren...wie furchtbar

    Ich habe das Glück, dass ich hauptsächlich kein Auto brauche.

    Kann alles mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen.

    Doch heute blieb mir nichts anderes übrig.

    Ich musste zu einem Lehrgang.

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln hätte ich 3 mal umsteigen müssen.

    Also nahm ich das Auto und plante für die Strecke, die man normalerweise in gut 40 Minuten schaffen könnte, schon mal gut eine Stunde ein.

    Auf dem Hinweg stand ich gut 30 Minuten im Stau.

    Auf dem Rückweg 40 Minuten.

    Bin ich froh, dass ich hauptsächlich kein Auto brauche, denn täglich wollte ich mir dies nicht antun müssen.

  • Wusstet Ihr schon, dass am 22.März in Madrid eine große Kundgebung stattfinden wird....

    und schon jetzt aus allen Teilen den Landes sich die Menschen zu Fuß auf den Weg gemacht haben um in Madrid mit dabei sein zu können?

    Seit Tagen schon wird bei fb darüber berichtet und Fotomaterial eingestellt.

    Madrid3


    Madrid1


    Madrid2

    Gleichzeitig finden in verschiedenen Städten in Deutschland Solidaritätskundgebungen statt:

    zB. Berlin, Frankfurt, München

    Folgenden Text fand ich dazu:

    Aus allen Himmelsrichtungen haben sich viele tausende Menschen auf den Weg gemacht, um ihren Protest gegen gegen Austerität, Arbeitslosigkeit, Zwangsräumungen und vieles mehr in die Hauptstadt zu tragen.

    Der Märsche der Würde, marchas de la dignidad, treffen sich am 22. März in Madrid. Viele Menschen, die am Fußmarsch nicht teilnehmen können, werden mit Bussen nachkommen, um bei der anschließenden Demonstration dabei zu sein. Allein aus Andalusien werden über 500 Busse erwartet, twitterte Marchas Dignidad.

    Dazu veröffentlichen wir das Manifest des Marsches!

    "MANIFEST Marken 22M WÜRDE
    Keine Zahlung der Schulden.

    Keine Verkurzung mehr.

    RAUS mit der Regierung der Troika.

    Brot, Dach, und Arbeit für Alle !!!

    Im Jahr 2014 stehen wir vor einer schwierigen Situation. Eine extreme Situation von sozialer Not, die eine gemeinsame Antwort von der Gesamten Arbeitrklasse fordert. Millionen Arbeiter/innen sind arbeitslos. Obwohl sie zwei Hände zum arbeiten, eine abgeschlossene Ausbildung oder andere intelektuelle Fähigkeiten haben, finden sie keinen Job. Das ist sehr de mütigend.

    Es ist eine Verschwendung der kollektiven Talente einer Gesellschaft, ihre Zukunft verpfänden auf unbestimmte Zeit. Die Arbeitnehmer/innen haben es nicht verdient, diesen Missbrauch zu unserer kollektiven Würde zu machen.

    Hundertausende Familien haben ihre Häuser verloren. Es gibt nichts unmenschlicheres als eine Familie aus ihrer Heimat zu vertreiben, nur um die unersättliche Gier der skupelosen Bankster zu nähren. Bankster, die der Regierung der Troyka dienen, um die meisten wehrlose Menschen zu schaffen.

    Inzwischen haben die Arbeitgeber es geschafft (mit dem Drama der Massen Arbeitslosigkeit noch dazu) die Muttern noch fester zu ziehen und Löhne und arbeitsbedingungen der Menschen, die noch einen Job haben, zu verschlechtern. Der kapitalistische System versucht die Arbeitnehmer/innen bloß auszunutzen und zwinge Sie, die Arbeitgeber als wohltäter der geschelschaft zu sehen. Es wird Zeit das die Menschen Ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

    Unsere Jugend kann unmöglich ein Projekt des Leben erstellen mit den derzeitigen Strategien und hat keine andere Wahl als ein Leben im Ausland, wie unsere Eltern und Großeltern zu fuhren. Wir sagen nein zu einem patriarchalisen System, das uns in vergangene Zeiten zieht und uns das Recht wegnimmt, über unseren Körper zu entscheiden ob oder ob nicht, Mutter zu werden. Wir leiden unter der Politik der Regierungspartei (PP), dem Diktat der Troyka ( IWF, EZB und EU-Kommission ) folgen.Wir mussen den Diebstahl der Rechte und die Verarmung der sozialen Mehrheit stopen. Die Bürger/innen durfen nicht für die ilegitime Schulden der Banken und die Spekulationen verschidene Regierungen bezahlen.

    Die privatisierung von Gesundheit, Bildung, öffentliche Verkehr, Wasser, Energie, Kommunikation, soziale Dienste, etc beschneidet unsere Rechte als Burger/innen. Sie lachen über unsere Ältesten, die an einem riesigen Verlust von Kaufkraft leiden, gleichzeitig fallen ihre Ersparnisse den Banken zum Opfer, zum beispiel kriminelle Vorzugsfinanzprodukte.

    Die neue Regierung (PP) mit Unterstützung der alten (PSOE) änderte den Artikel 135 der verfassung für die Zahlung der Schulden, die über die Rechte und Bedürfnisse von menschen gestellt wurde. Die sagen, dass wir über unsere ökonomische Verhältnisse gelebt hätten. Außerdem halten sie es für notwendig, um das Defizit auszugleichen, sei alles gerechtfertig. Allerdings hatten sie kein Problem milliarden Euro an Banken und Spekulanten zu pumpen.

    Sie benutzen die Krise um Rechte zu kürzen. Diese Maßnahme verursacht Leid, Armut, Hunger und sogar Tod. Das alles schafft für Bankster und Wirtschaftsmächte weiterhin große Gewinne auf Kosten der Bürger/innen.

    Denn sie haben uns die Freiheit weggenommen. Der Kapitalismus hat zu viele Freiheiten und Rechte der Mehrheit der Gesellschaft unterdrückt. Es ist ein System, das ausschließlich für den privaten Nutzer arbeitet und das führt unvermeintlich zu einer ökologischen und sozialen Katastrophe von unabsehbaren Maße.

    Für die meisten sozialschichten ist die Krise ein großes menschliches Drama. Doch für eine unbedeutende Minderheit ist dies ein großes Geschäft. Wenn die Burger/innen protestieren bekommen immer die gleiche Antwort: die Represion und Kriminalisierung der Gewerkschaften und soziale Bewegungen. Es ist ein System, die das Pepression braucht, auf die mit Straßenkämpfen übertroffen werden muss.

    Das Regim, das aus der Verfassung von 1978 entstanden ist, hat offensichtlich die gleichen Elemente wie bei seiner Geburt. Deswegen ist das Regim von Korruption geprägt und hat keine Legitimität. Die Rechte und Freiheiten wurden uns gestohlen, um die Interessen einer Minderheit zu erfullen und sicherzustellen. Die gleichen, die uns in dem Zustand der sozialen Not gebracht haben, die auf Abbau der öffentlichen Bildung und Gesundheit basieren, die Renten unserer ältesten draschtisch zu reduzieren, um über unsere Häuser und Geschäfte zu ergreifen, um zu erschließen und tausende von Arbeiter/innen und Angestellte zu entlassen.

    Die verschiedenen Regierungen bewegen sich und arbeiten außerhalb der Gesetze und machen Profit. Das hat sich verbreitet und es ist abhänging von der Wirtschaftsordnung. Die Korrupten und die, die sich korruptieren lassen, sind teil diese ungerechten Systems der Produktion und Verteilung.

    Wir rufen die Menschen zu Souveranität auf, indem sie ihre Stimme von unten holen lassen; demokratisch zu einem neuen Verfassungsprozess, der tatsächlich garantiert die demokratischen Freiheiten, das Recht zu entscheiden und die Grundrechte des Eizelnen zu bauen.

    Wir, 22 März, halten es für wichtig, eine einheitlichem Massenmobilisierung und schlüssig gegen die Politik zu kämpfen, die Menschenrechte und die sozialen Gerechtigkeit artikulliert zu verteidigen.

    Eine Demonstration gegen die Zahlung der Schulden, für menschenwürdige Beschäftigung, für Grundeinkommen und soziale Rechte, für demokratische Freiheiten, gegen Kürzungen, Repression und Korruption, für eine Gesellschaft der freien Männer und Frauen, für eine Mobilisierung gegen ein System und eine Regierung, die uns nicht gefällt und uns nicht vertritt.

    Daher fordern wir, die Regierung auf abzutreten, das die PP geht und auchalle Regierung die soziale Grundrechte mit den Füße treten, alle Regierung die mit der politik der Troyka zusamen arbeiten.

    So appellieren wir an die Würde und Rebellion in der spanischen Landeshauptstadt Madrid am dem 22 März zu fullen. An diesem tag werden alle Spalten aus der breiten-Halbinsel nach Madrid gerufen und auch die Bevölkerung Madrids wird gerufen auf die Straßen zu gehen um ein Teil der sozialen Mobilisierung zu sein.

    ES IST ZEIT AUF DIE STRASSEN ZU GEHEN…!!!"

    Also beteiligen wir uns !!!!!!

  • Neuer Sexskandal in Italien...Mussolini-Enkelin trifft es hart

    Alessandra Mussolini, Enkelin des gleichnamigen Diktators,und politisch ebenfalls sehr weit rechts, hat sich von ihrem Mann getrennt, denn ihm wird Prostitution mit Minderjährigen vorgeworfen.

    Das muss schon sehr hart sein, wenn man im TV ständig von Moral und Gesetzestreue predigt und sich im eigenen Schlafzimmer, ohne es zu wissen, mit einem Pädophilen zur Ruhe begiebt.

    Mittlerweile hat sich das Paar getrennt und irgendwie tut mir Alessandra jetzt leid, denn ich nehme ihr ihre moralischen Vorstellungen ab, wobei ich natürlich ihre politischen Ansichten nicht teile, und ich kann mir vorstellen, dass sie am Boden zerstört ist.

    Und dazu fällt mir ein Ausschnitt aus Schillers Glocke ein:

    Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    Ob sich das Herz zum Herzen findet!
    Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

    http://www.20min.ch/ausland/news/story/Sex-Skandal-um-Mann-von-Mussolini-Enkelin-20866909

  • In Rom geht das große Zittern los....

    Federica Gagliardi, eine der vielen Ex-Gespielinnen Berlusconis, wurde jetzt am römischen Flughafen mit 24kg Cocain im Gepäck verhaftet.

    Einst Mitglied der italienischen Delegation beim G8-Gipfel in Toronto/Canada 2010, wobei sich jeder fragte, was denn bei diesem Treffen ihre Aufgabe gewesen sei, beteuerte nach der Aufdeckung, dass man sie herein gelegt hätte.
    Sie wüsste nicht, wie das Cocain in ihren Koffer und Handtasche gekommen sei.

    Okay, wir Frauen haben manchmal ein ziemliches Chaos in unseren Handtaschen, doch bei der Größe des Trolley und dem von der Dame benutzten Rucksacks, wie in dem weiter unten eingefügten Video zu sehen, kann man ja wohl die Übersicht über den Inhalt kaum verlieren.

    Sie kam aus Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, und der Zoll schien schon auf sie zu warten.

    Heute will sie mit der Staatsanwaltschaft sprechen...und so wie es aussieht, werden nun einige in Rom das große Zittern bekommen.
    Angeblich sollen 10 Personen unter Verdacht stehen an diesem Geschäft und der Verteilung der Ware beteiligt zu sein.
    Die Dame wird ebenfalls oft in Zusammenhang mit den Partys gebracht, die im Hause Berlusconis stattfanden.

    Na, mal sehen, welcher Politiker oder TV-Star da noch auffliegen wird.

    Quelle: http://www.repubblica.it/cronaca/2014/03/17/news/cocaina_per_politici_e_attori_la_dama_bianca_chiede_di_parlare_trema_la_roma_dei_festini-81176292/?ref=fbpr


  • Fassenacht (Fastnacht) in Mainz 2014, Kehraus (Teil 3)...und manchmal eine ganz ernste Angelegenheit

    So...nun der 3. und letzte Bericht/Video über die "Fassenacht in Meenz"

    Um sich den Umzug in Ruhe anschauen zu können, muss man sich nur die richtigen Stellen aussuchen,
    was heißen soll, wo man noch genügend Platz findet.

    Wer sich in Mainz auskennt, weiß, dass die Kaiserstraße dafür der beste Platz ist.

    Wenn man dann jedoch plötzlich Menschen aus Wiesbaden neben sich hat, hört der Spaß auf.

    Ich berichtete ja schon mal darüber, dass es eine gewisse Konkurenz zwischen den sich gegenüberliegenden Städten gibt.
    Und oftmals kann ich die Mainzer verstehen, wenn sie sagen, dass die Wiesbadener auf ihrer Seite bleiben sollen.

    Ich suchte mir also ein schönes Plätzchen mit Platz um mich herum, damit ich meine Kameras und Stative aufbauen kann.

    Ich war noch nicht ganz fertig als jemand zu mir sagte:
    "Sie wollen sich doch hier nicht ausbreiten."

    Diskussion hin, Diskussion her....

    Ich beachtete diese Person dann nicht weiter, machte mir eine Zigarette an und dann kam das, was ich schon vermutete:

    "Machen Sie sofort ihre Scheiß-Zigarette aus."

    "Jetzt reicht es aber", antwortete ich.

    Wieder Diskussion hin, Diskussion her....

    Mein Mann steht ja nicht immer direkt neben mir, beobachtete die Diskussion erst einmal ohne einzuschreiten....

    doch dann platze auch ihm der Kragen...

    "Gibt es Probleme?"

    "Nö", sagte ich.

    "Ich habe keine Probleme. Nur der Herr aus Wiesbaden anscheinend."

    Da er darauf nicht antwortete, wurde meine Annahme also bestätigt.

    Er zog dann von dannen und ich konnte den Umzug endlich genießen....

    Tja, manchmal ich "Fassenacht" eine ganz ernste Angelegenheit


  • Fassenacht (Fastnacht) in Mainz 2014, Kehraus (Teil 2)

    Hier geht es zu Teil 1 (=>Hier klicken)

    Und ein paar Fotos habe ich ebenfalls schon =>Hier gezeigt.

    Da die Fotos hier sehr viel Platz einnehmen würden, habe ich sie auf Videos zusammen gestellt.

    In Mainz gab es insgesamt 4 Umzüge, wovon ich aber nur 3 besucht habe.

    Der erste fand am Samstag, den 1.03. statt.

    Dieser wurde von den Schulen und Kindergärten der Stadt Mainz veranstaltet.

    Die Kinder zogen mit ihren Eltern und Lehrern aus der Neustadt (ein Stadtteil von Mainz) in die Innenstatt.

    Ich fand ihn wunderschön und das Motto lautete, wie konnte es anders sein, WM 2014:


    Wer sich die Garden und die Wagen ganz in Ruhe anschauen will, der kommt am besten immer am Fastnacht-Sonntag in die Stadt, denn an diesem Tag ist weniger los.
    Ich hatte einen sehr guten Platz zum Fotografieren gefunden und zwar kurz nachdem sich der Zug in Bewegung setzte.


    Bilder vom Rosenmontagsumzug werden auch noch folgen....

    Viel Spaß beim Anschauen...

  • Italien: Zusammenstöße zwischen No-Global-Anhängern und Faschisten

    In Venedig kam es zu Zusammenstößen zwischen den einzelnen Fronten.

    Die Polizei schützte allerdings in diesem Fall die No-Global-Anhänger....

    Video:
    http://video.corrieredelveneto.corriere.it/venezia-scontri-no-global-forconi/100b8710-a6e9-11e3-98a4-13ead9b68571

  • Kehraus....

    Nun ist sie vorbei...die 5.Jahreszeit...
    und wie einige von Euch wissen, habe ich mich ja schon als Fassenachter geoutet.

    4 Tage lang auf den Beinen...von einem Umzug zum nächsten....

    hab tolle Fotos gemacht....

    und nebenbei auch ein wenig gefeiert.

    Wir hatten ein super tolles Wetter, was bedeutet, dass auf den Straßen ganz schön was los war.

    Hier nun erst einmal das Foto zum Thema: Kehraus
    (andere folgen natürlich noch)


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  • Ich kann es Euch nicht ersparen...

    Das muss jetzt sein....

    2 Tage lang schon Fotos in dem närrischen Mainz geschossen....

    Hier nur ein paar Aufnahmen vorweg von dem Maskenumzug der Kinder am Samstag.

    Daran beteiligen sich fast alle Schulen und Kindergärten...und auch die Eltern sind mit dabei.

    Weitere Fotos werden folgen

    Und Ihr könnt Euch schon vorstellen, wie viele es in den nächsten Tagen noch sein werden.

    Das Motto des Kinderumzugs lautete, wie konnte es anders auch sein:

    Fußball-WM


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    Wollt Ihr noch mehr ?????

  • Ich verabschiede mich...

    keine Angst...nicht für immer...nur für die tollen Tage...

    Bis bald
    und Helau

  • Vom Hippie zum Banker...(oder City-Boy)

  • Mehr als 1 Million Tonnen ungenutzte chemische Waffen liegen auf dem Meeresgrund

    unter anderem auch Senfgas....

    Wir sitzen auf einer Zeitbombe und Fukushima war nur die Spitze des Eisberges...

    Interessante Reportage bei arte+7

    http://www.arte.tv/guide/de/048909-000/versenktes-gift?autoplay=1

  • Ukraine...auch dieses Video sollte man sich anschauen...ein Polizist spricht:

  • Mein Gott, wie furchtbar...das ist Bürgerkrieg

    und das Video unter nachfolgendem link ist nichts für schwache Nerven....

    http://www.youreporter.it/video_-_Scontri_Ucraina

    doch ich denke, man muss sehen, was in der Ukraine passiert und man sollte sich fragen, von wo aus wurde diese Gewalt gesteuert?

    Wie kann es sein, dass "Demonstranten" plötzlich Waffen besitzen?

    Von langer Hand und ausländischer noch dazu, geplant?

    Hier: Livestream:

    http://video.repubblica.it/dossier/rivolta-ucraina-2013/scontri-a-kiev-le-proteste-in-piazza-diretta-tv/156681/155173?ref=HREC1-1

    Folgendes Video zeigt, wie ganze Polizeieinheiten als Geiseln genommen werden.

    http://video.repubblica.it/dossier/rivolta-ucraina-2013/kiev-poliziotti-ostaggio-dei-manifestanti/156687/155179

    Straßenkämpfe und Scharfschützen:

    http://video.repubblica.it/dossier/rivolta-ucraina-2013/e-guerra-nelle-strade-di-kiev-manifestanti-cadono-sotto-i-proiettili/156659/155151

  • Eröffnung der EZB in Frankfurt...da kommt was auf uns zu....

    ich meine natürlich uns, die an diesen Tagen demonstrieren werden.

    Internationale Polizeiübungen gegen Blockupy und Hausbesetzungen

    Matthias Monroy 19.02.2014

    Landes- und Bundespolizeien trainieren europaweit gegen linke Proteste. Sie arbeiten dabei auch mit quasi-militärischen Gendarmerien zusammen
    Mindestens 300 Polizisten aus Deutschland und Frankreich haben in einer gemeinsamen Übung die Kontrolle einer Demonstration des "Blockupy"-Bündnisses geübt. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Übung fand demnach am 10. Oktober 2013 im Dörfchen Quierschied-Göttelbom in der Nähe von Saarbrücken statt. Für die Vorbereitung und Durchführung war die Landespolizei Saarland verantwortlich, für das Bundesland nahm eine ganze Hundertschaft der Bereitschaftspolizei teil. Auch andere Bundesländer hatten Interesse. Sie waren durch den Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder vertreten.

    Quelle und weiter hier:

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41041/1.html

  • Nicht nur Fritz-Box auch Linksys-Router: The Moon verbreitet sich rasant

    Der Wurm “The Moon” hat es auf Linksys-Router abgesehen. Betroffen sind die Modelle E1000, E1200 und E2400. Rund 1.000 Infektionen sind bekannt, und es werden noch mehr. Denn jedes infizierte Gerät sucht weitere Opfer. Im schlimmsten Fall vermehrt der Wurm sich weltweit explosionsartig. Vermutlich sind sogar noch weitere Modelle verwundbar.

    Was der Wurm genau bezweckt, ist bisher noch nicht bekannt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die einzige Funktion des Wurmes besagt, nach weiteren verwundbaren Routern zu suchen. Er liest die Hardware- und die Firmware-Version des Geräts aus.

    Es wird die eigentliche Schadfunktion heruntergeladen, welche eine Liste von weltweit 670 Netzwerken beinhaltet, in denen nach weiteren Opfern gesucht wird. Aufgrund von gewissen Funktionen, könnte der Wurm auch ein Bot sein. Um sich im Netz des Providers zu tarnen, trägt der Wurm offenbar manchmal statt dem DNS des Providers die Adressen der Google-Nameserver im Router ein. Starker Datenverkehr könnte ein Anzeichen für eine Infektion sein.

    Quelle und weiter hier:
    http://blog.check-and-secure.com/linksys-router-moon-verbreitet-sich-rasant/

    Man sollte wirklich ein gutes Antivirus Programm haben...
    Meins teilte mir gestern folgendes mit:

    Rechner

  • Ukraine...haben die USA und die EU ihre Finger mit im Spiel?

    USA und EU bezahlen ukrainische Krawallmacher und Demonstranten

    Von Paul Craig Roberts

    Von Lesern ist eine Reihe von Bestätigungen eingegangen, dass Washington die gewalttätigen Demonstrationen in der Ukraine mit unseren Steuerdollars anheizt. Washington hat kein Geld für Lebensmittelmarken oder zur Vorbeugung von Zwangsdelogierungen, aber es hat einen Haufen Geld, mit dem es die Ukraine untergräbt.

    Ein Leser schrieb: "Meine Frau, eine ukrainische Staatsbürgerin, hat wöchentlich Kontakt mit ihren Eltern und Freunden in Zhytomyr (Nordwest-Ukraine). Diese sagen ihr, dass die meisten Demonstranten durchschnittlich 200–300 Grivna bekommen, das entspricht etwa 15-25 Euro. Weiter hörte ich, dass eine der aktivsten Agenturen und ‚Zahlstellen’ auf Seiten der Europäischen Union die deutsche ‚Konrad Adenauer-Stiftung’ ist, die eng mit der CDU, also Frau Merkels Partei, zusammenhängt."

    Quelle und weiter hier:
    http://www.berliner-umschau.de/news.php?id=27914&title=USA+und+EU+bezahlen+ukrainische+Krawallmacher+und+Demonstranten&storyid=1001392706806

  • Live-stream Ukraine...hier

    http://www.ustream.tv/channel/euromaydan-falcon?utm_campaign=ustre.am&utm_source=ustre.am%2F19sDC&utm_medium=social&utm_content=20140218080702

    http://www.tagesschau.de/multimedia/livestreams/livestream-zwei100.html

  • Hühnchen aus dem Ofen...mit frischen Kräutern

    Hier nun das versprochene Rezept, für welches ich den Rest der Kräuter für die „Frankfotter Grie Soß“ ( =>(Rezept dazu hier klicken) gebraucht habe.

    Man benötigt dafür Hühnerfleisch.
    Ich verwende für 3-4 Oersonen ein ganzes Bio-Hähnchen

    Nach gründlichem Waschen zerkleinere ich das Fleisch (mit Knochen) in ca. 7-10 cm große Stücke.

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    In eine Schüssel gebe ich die zerkleinerten Kräuter und -Knoblauch und übergieße diese mit drei Ess-Löffeln Olivenöl und 2 Ess-Löffeln Weißwein. Gut vermischen.

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    Dann füge ich die Hähnchenteile dazu. Mische alles gut durch und lasse alles zusammen 24 Stunden im Kühlschrank ziehen. Bitte noch nicht salzen.
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    Dann fülle ich in eine Schüssel reichlich Paniermehl, gemischt mit etwas Salz. Bevor ich die Hähnchenteile darin wende, träufle ich erst noch den Saft einer halben Zitrone darüber und rühre nochmals um. Darauf achten, dass das Fleisch mit dem Paniermehl gut bedeckt ist.
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    Auf Backpapier legen und im Ofen für 20 Minuten bei 200 Grad backen.
    Danach nochmals gut 15 Minuten bei 240 Grad. (Mittlere Schiene)

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    So sollte es dann aussehen

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    Ich wünsche Euch einen guten Appetit
    dazu schmeckt: Salat

  • Italien..schon wieder eine neue Steuer, die, wie man sich denken kann, abermals nur den kleinen Mann trifft

    Rückwirkend zum 1.Februar werden alle Zahlungen, die auf ein italienischen Bankkonto aus dem Ausland überwiesen wurden , mit 20 % versteuert.
    Es betrifft jedoch nur den Privatmann...nicht für Unternehmen.

    Der italienische Staat geht also grundsätzlich davon aus, dass alles Geld was aus dem Ausland kommt Schwarzgeld ist.

    Die Banken sind angewiesen, den Steueranteil sofort einzuziehen.

    Will man sein Geld zurück, weil man nicht unter die Kategorie der Steuersünder fällt, muss man einen Antrag stellen und beweisen, dass man ganz legal Geld aus dem Ausland bekommen hat.

    Wer die italienische Bürokratie kennt, so wie ich, weiß, dass man dieses Geld schon von vornherein abschreiben kann.
    Man wird es nie wieder sehen.

    Wenn ich daran denke, wie viele Italiener nach ihrer Pensionierung aus der ganzen Welt kommend, zurück in ihre Heimat sind und auf ihr italienisches Bankkonto die Rente überwiesen bekommen, kann man sich vorstellen, was das für ein behördlicher Aufwand sein wird, die ungerecht eingezogenen Steuern wieder zurück zu bezahlen.

    Die Aufgabe der Kontrolle liegt zwar in den Händen der Banken...doch sind die besser wie der Staat?

    Antwort spare ich mir jetzt....

    Und irgendwie kommt der Gedanke, dass hier die Bankenrettung durch die Hintertür schon begonnen hat.

    Hier der Artikel aus der DWN dazu:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/17/italien-erhebt-20-prozent-steuer-auf-bankueberweisungen/

  • Reise in die Vergangenheit

    Wenn man ein gewisses Alter erreicht, kommt die Sehnsucht nach der Vergangenheit.
    So besuchten wir die Altstadt von Sachsenhausen, ein Stadtteil von Frankfurt.
    Hier verbrachten wir in der Jugend an den Wochenenden unsere Abende.
    Man zog von einer Kneipe in die andere.

    Lange schon war ich nicht mehr dort und ich war gespannt, ob sich etwas verändert hat.

    Und...es hat sich nichts verändert.

    Die alteingesessenen Äppelwoi-Kneipen (Apfelwein, ein Traditionsgetränk aus Frankfurt und Umgebung) , die von außen, wie auch von innen, noch genauso aussehen wie früher, locken auf Tafeln geschrieben, die vor den Eingängen stehen, mit herzhaften Gerichten.


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    und der „Äppelwoi“ wird in Gläsern oder, für den, der gleich mehr will, in Steinzeugkrügen, die eine Salzlasur aufweisen, serviert

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    Aber auch die Pups und Kneipen haben sich, zumindest äußerlich, nicht verändert.
    Ich hätte gerne in einige hinein geschaut.
    Doch leider öffnen diese nur Abends. (Ein Grund noch einmal abends zurückzukehren.)

    Ganz besonders freut es mich, dass die Kneipen und Äppelwoi-Lokale nicht durch Döner-, Sushi- oder andere ausländische Spezialitäten-Lokale ersetzt wurden.
    Dann nämlich hätte Alt-Sachsenhausen seinen Reiz verloren.
    Eines habe ich zwar entdeckt, doch es liegt schon fast außerhalb des Viertels.


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    Berühmt über Frankfurts Grenzen hinaus ist wohl die „Klappergass“.


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    Dort lebte einst die Frau Rauscher:


    Fraa (südhess. für Frau) Rauscher enthält eine Anspielung auf den in Sachsenhausen zur Saison besonders populären jungen, noch gärenden Apfelwein, der nicht nur im Glas „rauscht“, sondern auch bei übermäßigem Genuss heftigen Durchfall verursachen kann. Ob dies ihr wirklicher Name war oder ein Beiname, ist nicht bekannt.

    Sie lebte im 19. Jahrhundert in der Frankfurter Klappergass. An einem Sonntagnachmittag wurde sie mit einer Beule am Kopf auf der Straße liegend angetroffen und von Jungen verspottet. Ein übereifriger Polizist nahm diesen Vorfall zum Anlass, hieraus einen Kriminalfall zu konstruieren und zu ermitteln, ob die Beule durch ihren Ehemann oder durch den Verlust des Gleichgewichts infolge erhöhten Apfelweinkonsums zustande kam. Der lächerlich geringfügige Vorfall wurde am Folgetag sogar im Polizeibericht der Zeitung erwähnt, was für allgemeine Belustigung sorgte.

    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fraa_Rauscher


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    An diesem Tage gab es bei der „Frau Rauscher“ im Angebot „Spagheti mit grüner Soße.
    Auf die „Grüne-Soße“ komme ich weiter unten noch zu sprechen.

    Und natürlich gibt es über die „Fraa Rauscher“ auch ein Lied. Und jeder Frankfurter, der etwas auf sich hält, kennt es und singt es bei jeder Gelegenheit mit.

    Wenn ich mit meinem Vater früher nach Sachsenhausen ging (das ist nun gut 50 Jahre her) gingen wir hauptsächlich in die Äppelwoi-Kneipen.

    Als ich dann im jugendlichen Alter mit Freunden durch die Kneipen zog, war das eine unserer Lieblingskneipen:
    Schawellche, zu deutsch: Fußbänkchen.


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    Doch auch all die anderen haben wir damals von innen gesehen :)

    Und wenn man bedenkt, dass im Sommer, alle Lokal Stühle und Tische im Freien stehen haben, dann kann man sich vorstellen was da los ist. Früher schon war in den Gassen kaum ein Vorwärtskommen. Wer keinen Sitzplatz fand, der blieb mit seinem Glas einfach auf der Straße/Gasse stehen.


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    Auf dem Rückweg kamen wir noch, bevor wir uns in einem kleinen Café auf einen Cappuccino niederließen, an dem ältesten Fachwerkhaus Frankfurts vorbei.


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    Zu Hause angekommen, überkam mich ein Heißhunger auf „Frankfotter Grie Soß“ (Frankfurter Grüne Soße)
    Also ging es den nächsten Tag auf den Markt, um die Kräuter dafür zu kaufen.
    7 Kräuter müssen es mindestens sein:
    Schnittlauch, Kresse, Borretsch, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle (oder auch Pimpernelle) und Petersilie.
    Das sind die Kräuter, die in eine echte „Frankfotter Grie-Soß“ gehören. Man kann auch noch andere hinzu fügen: Wie Basilikum (davon aber nicht zu viel, denn man soll hauptsächlich die anderen Kräuter schmecken)

    Hier gibt es eine Reihe anderer Rezepte:

    https://www.google.de/search?q=Kr%C3%A4uter+Frankfurter+gr%C3%BCne+So%C3%9Fe&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=sb&gfe_rd=cr&ei=VNcAU_-bC8SF8QeO1YHoBQ

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    Kräuter waschen, abtropfen lassen und mit Küchenpapier gut abtupfen
    a1.011
    Dann mit einem Wiege- oder normalem Messer zerkleinern. Bitte keinen Mixer benutzen, denn man soll die Kräuter noch zwischen den Zähnen spüren.
    a1.012
    Pro Person 1 oder 2 gekochte Eier zerkleinern
    a1.013
    Es gibt verschiedene Varianten, wie man die „Grie-Soß“ zubereiten kann.

    Ich mag die kalorienreichere.
    Die, mit hausgemachter Mayonnaise
    a1.014
    Schmand aus Sauerrahm, etwas Milch (je nach belieben, denn manche mögen die Soße etwas flüssiger), etwas Senf, zerkleinerte Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, pro Person ein gekochtes Ei.
    a1.015
    alles gut verrühren, Salz und Pfeffer hinzufügen
    a1.022
    und mit Pellkartoffeln- oder normal gekochten Kartoffeln servieren

    Von den Kräutern für die „Grie Soß“, die es schon fertig abgepackt zu kaufen gibt, habe ich nicht alle verwendet, sondern mir 1/3 davon aufgehoben... für ein anderes Gericht...

    Neugierig?

    Rezept folgt....

  • Steuererklärung...das immer wieder kommende Problem

  • Männerträume

    ...und hier gleich 2 vereint in einem Foto

    starke Motoren und Frauen

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  • Neue Krise in Italien....nein, es ist immer noch die selbe...

    Italien kommt einfach auf keinen grünen Zweig oder sagen wir es mal so:

    Sie schwimmen immer noch in der selben Scheiße.

    Egal, wer Ministerpräsident ist, egal aus welcher Partei....es wird immer einen geben, der ihm den Rang streitig macht.

    So erging es jetzt auch dem neuen Ministerpräsidenten Enrico Letta.

    Geschasst hat ihn jetzt sein eigenes Parteimitglied Matteo Renzi...

    Artikel dazu weiter unten.

    Was muss den Italienern eigentlich noch alles passieren, damit sie in Massen, und nicht immer nur grüppchenweise, auf die Straße gehen?

    Die Politiker spielen mit den Sorgen und Nöten des Volkes Ping-Pong.

    Und immer nur geht es ihnen darum sich die Taschen zu füllen.

    Das Volk ist ihnen sooooo egal, was man anhand meines Eintrages über die Müllmafia sehr gut erkennen kann.

    http://kerstinbutta.blog.de/2014/02/13/muellmafia-italiens-bericht-17753053/

    Der italienische Regierungschef Enrico Letta tritt nach nur zehn Monaten im Amt ab. Er macht damit den Weg frei für seinen parteiinternen Rivalen Matteo Renzi. Letta kündigte am Donnerstag an, er werde seinen Rücktritt am Freitag bei Staatspräsident Giorgio Napolitano einreichen. Er zieht damit die Konsequenzen aus einem parteiinternen „Misstrauensvotum“ gegen seine Regierung, das Renzi zuvor im Vorstand der sozialdemokratischen Regierungspartei PD vorbereitet und propagiert hatte.

    Der Vorstand stimmte mit der großen Mehrheit von 136 Ja-Stimmen bei nur 16 Nein-Voten für Renzis Vorschlag. Dieser will mit rascheren Reformen eine Wende für das Krisenland Italien. Dass die dringend nötig sind, zeigen diese Zahlen: Die Arbeitslosenquote liegt bei über zwölf Prozent, bei den Jugendlichen noch dramatisch höher (etwa 40 Prozent). Der Schuldenberg ist inzwischen auf fast 130 Prozent des BIP gewachsen. Und: Die Lohnstückkosten sind in keinem Land der Euro-Zone seit der Jahrtausendwende kräftiger gestiegen als in Italien. Kein Wunder, dass das Land von der allgemeinen Konjunkturaufhellung in Europa, die für 2014 erwartet wird, kaum profitieren wird. Die Prognose sieht gerade mal ein Wachstum von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Ausgangslage für die Unternehmen um erfolgreich zu sein, ist nicht günstig‘“, sagt Norbert Pudzich, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Italienischen Handelskammer mit Sitz in Mailand.

    Nun soll Matteo Renzi die Lage retten. Doch kann er das? Fakt ist: Er polarisiert - einige sehen in ihm einen Hoffnungsträger, andere einen Populisten. Ihm zugute halten muss man, dass er steil aufgestiegen ist: Mit 34 Jahren wurde er Bürgermeister von Florenz, mit 38 Jahren kürte man ihn zum Chef der sozialdemokratischen Regierungspartei PD. Damals erhielt er einen großen Zuspruch: Zwei Drittel stimmten im Dezember bei einer Urwahl für ihn als Chef der derzeit größten Partei Italiens. Ein Jahr zuvor hatte er schon einmal nach diesem Machtinstrument gegriffen, jedoch gegen Pier Luigi Bersani verloren. Nun - gerade 39 Jahre alt- wird er wohl der neue italienische Regierungschef.

    Unglaublich, aber wahr: Er wäre der neunte Regierungschef seit 1992 – nur zwei von ihnen haben sich in Wahlen behauptet (Silvio Berlusconi und Romano Prodi). Ob es tatsächlich dazu kommt und wie lange er im Amt bleiben wird, liegt auch an der mitregierenden Mitte-Rechts-Partei. Deren Chef Angelino Alfano, ließ offen, ob er weiterhin zu dem Bündnis stehen werde, sollte Renzi das Ruder übernehmen.

    Renzi gilt als Macher und riskierte mit seinem Frontalangriff auf Letta eine Spaltung seiner Partei und auch den Vorwurf, sich illoyal dem Parteifreund gegenüber verhalten zu haben. Der Florentiner Bürgermeister hatte sich selbst offensiv ins Spiel gebracht. Doch inzwischen halten viele den 39-Jährigen für die letzte Hoffnung Italiens.

    „Er hat Charisma und spricht vor allem junge Menschen an“, sagt Elena Carletti in einem Interview mit Wirtschaftswoche Online. Er könne zweifellos der Grillo-Bewegung mit ihrer überwiegend jungen Protest-Wählerschicht Stimmen abjagen, glaubt die Politik-Wissenschaftlerin. Renzis Nachteil: Er hat kaum politische und internationale Erfahrung. Er ist seit 2009 Bürgermeister von Florenz, hat aber auf nationaler Bühne noch keine Spuren hinterlassen. Das muss er nun dringend ändern.

    (Mit Material von dpa und Reuters)

    Quelle:
    http://www.wiwo.de/politik/europa/krise-in-italien-regierungschef-letta-tritt-zurueck/9479574.html

    Zu Renzi muss man wissen, dass er sich gerne "heimlich" mit Berlusconi trifft.
    Warum wohl...holt er sich Ratschläge von ihm?

  • Mittagspause...




  • Brief an Martin Schulz - Präsident des Europäischen Parlaments

    Aufgrund meines vorhergehenden Beitrags über die Müllmafia in Italien:

    http://kerstinbutta.blog.de/2014/02/13/muellmafia-italiens-bericht-17753053/

    habe ich an den Präsidenten des Europäischen Parlaments folgende Nachricht bei fb geschickt, denn ich habe festgestellt, dass er dort sehr engagiert ist.
    Höchstwahrscheinlich liest er dort nicht immer alle Einträge persönlich, doch ich denke, dass seine Mitarbeiter ihn vielleicht auf meinen Eintrag aufmerksam machen.

    Sehr geehrter Herr Schulz,

    ich möchte Ihnen gerne einen link übersenden, der zu meinem Blog führt.
    Ich weiß, Sie haben für soetwas wenig Zeit, doch die sollten Sie sich bitte nehmen.
    Ich berichte dort über die Müllmafia in Italien.
    Das Ausmaß an Vergiftungen und Krebserkrankungen der Menschen dort nimmt unaufhörlich zu.
    Was gedenkt die EU eigentlich dagegen zu unternehmen?
    Zahlungen an Italien seitens der EU, um die betroffenen Flächen zu dekontamienieren kann ja wohl nicht nur die Lösung sein.
    Warum wird Italien nicht in die Verantwortung gezwungen mehr dagegen zu tun?
    Über eine Antwort auf meine Fragen und Ängste würde ich mich sehr freuen.

    http://kerstinbutta.blog.de/2014/02/13/muellmafia-italiens-bericht-17753053/

    Es grüßt Sie
    Kerstin Buttà

  • Müllmafia Italiens...hier mein Bericht

    Urlaub in Italien...Nein, danke...und was hat die Müllmafia damit zu tun?

    Die Frage in der Überschrift, ich weiß, ist etwas reißerisch... gleich der Überschrift einer Bildzeitung...doch nur so erreiche ich viele Leser.

    Es ist ein Skandal ohnegleichen, was sich in diesem, eigentlich einem wunderschönen Land, abspielt.

    Es werden jedes Jahr hunderte, wenn nicht sogar zigtausende von Krebserkrankungen von der Politik in Kauf genommen. Die Hauptursache liegt in den über das ganze Land verteilten illegalen Müllhalden.
    Und jedes Jahr verdoppelt, wenn nicht sogar verdreifacht sich die Zahl der Todesfälle.

    Über das Stahlwerk ILVA, in Taranto (Süditalien), und die daraus resultierende Umweltverschmutzung, habe ich schon
     =>HIER
    ausführlich berichtet.
    Ich war entsetzt, als darüber im italienischen Fernsehen, von sehr mutigen Journalisten berichtet wurde, denn mit der Mafia ist nicht zu scherzen.

    Am Montag, dem 10.02.2014 sah ich eine Reportage im staatlichen Sender RAI3 über die illegalen Müllhalden der Camorra (Mafia).
    Die Fernsehsendung trägt den Titel „Presadiretta“ (Direktaufnahme), geht über mehr als 2 Stunden und wird jeden Montag ausgestrahlt.

    Jede Woche werden Zustände in Italien beleuchtet, die man sich in Deutschland wirklich nicht vorstellen kann.
    Der Journalist und Moderator dieser Sendung, Riccardo Iacona, ist bekannt für seinen investigativen Journalismus zu dem Thema Mafia und Politik.

    Dieses Mal trug die Sendung den Titel „Terra dei fuochi“ (Land der Feuer oder auch brennendes Land).

    Wenn Ihr auf den Link geht, kommt Ihr zu dem Video dazu. Leider ist die gesamte Sendung noch nicht bei youtube veröffentlicht worden:

    http://www.rai.tv/dl/RaiTV/programmi/media/ContentItem-6baeda0c-434b-4eea-9eea-77c273b62b43.html#p=

    Ich werde der Reihenfolge nach berichten.

    Fangen wir also an:

    Berichtet wird am Anfang über einen Maresciallo der Vigili Urbani, der im Landkreis rund um Neapel „versuchte“ der Müllmafia das Handwerk zu legen.
    Er hieß „Michele Liguori“, war der einzige Sachbearbeiter im Umweltamt.
    Jahrelang ermittelte er und entdeckte unzählige illegale Müllhalden rund um Neapel, die von der Mafia befüllt wurden.
    Schutzanzüge, Gesichtsmasken, Schutzschuhe und alles was man bei dieser Arbeit tragen muss, bekam er von seinem Vorgesetzten (Bürgermeister) nicht zur Verfügung gestellt.
    Er fand ganze Landstriche, ehemalige Gemüse- oder Obstfelder, die von der Mafia dazu benutzt wurden, ihren Müll zu entsorgen.
    Große Gruben wurden ausgehoben und anschließend wurde der Müll wieder mit Erde bedeckt.

    Die Länder wurden für einige Zeit von den Bauern vermietet und anschließend, nachdem der Müll wieder bedeckt wurde, den Bauern zurück gegeben, die die Felder dann wieder bepflanzten.

    Warum und ob sich die Bauern nicht um ihre Felder während der Vermietung kümmerten, wurde in dem Bericht nicht beleuchtet.

    Kommen wir jedoch zurück zu Maresciallo „Michele Liguori.
    Natürlich erkrankte er an Krebs, gleich 2 Tumore wurden bei ihm festgestellt, doch da war er schon längst in eine andere Position versetzt worden.
    Am 19.Januar 2014 verstarb er zu Hause. Er wurde gerade mal 59 Jahre.

    Einige Tage vorher war noch ein Reporterteam bei ihm und interviewte ihn.
    Er erzählte von seinen Erfahrungen und Entdeckungen, die er machte.

    Gefragt, wohin er denn versetzt wurde, nachdem er unzählige illegale Müllhalden aufgedeckt hat, über die sogar in der Presse zahlreich berichtet wurde, antwortete er:

    „Ich wurde zum Tauben zählen abkommandiert“

    Der Bürgermeister, der ebenfalls zu der Versetzung des Maresciallos befragt wurde, zu sehen bei
    3min 48sec.
    antwortete:

    „Er hat mehr Schaden, als alles andere angerichtet.“

    So geht Italien mit seinen Helden um.

    Ich will nun nicht jeden einzelnen Beitrag hier großartig ausschmücken, sondern die Bilder werden Euch schocken.

    Ich gehe nun Punkt für Punkt das Video durch und schreibe die Minuten oder Stundenzahl dazu hier auf.
    Ihr werdet Dinge sehen, die Ihr Euch in Euren kühnsten Träumen nicht vorstellen könnt.


    7 min. 06 sek.

    Das Kamerateam filmt die Arbeiten der Forstbehörde, die mit Schaufelbaggern ganze Felder umgraben.
    Laut einem Kronzeugen wurden dort Unmengen Giftmüll vergraben, bzw. abgeladen und dann wieder mit Erde bedeckt.
    Es werden von verschiedenen Stellen, auch in 10 Meter Tiefe, Bodenproben entnommen.
    Gefunden wurde: Lösungsmittel und verdächtiger Schlamm, der noch analysiert werden muss.


    8 min. 08 sek.

    Hier lässt ein Anwohner seine ganze Wut in die Kameras raus.
    Wütend ist er, dass erst nach vielen Jahren, obwohl allseits bekannt, etwas unternommen wird.
    500 Meter wohnt er von dem verunreinigten Grundstück entfernt.
    Seine Wut ist sehr verständlich.
    Berichtet wird weiter über die illegale Müllhalden, die sich unter angebauten Fencheln befinden. 80 Fässer, die fast alle lecken, mit hochgiftigen Inhalt wurden vorsichtig ausgegraben, weitere 80 Tonnen von Industriemüll und Pharmaabfälle wurden ebenfalls hervor gebracht, natürlich auch Eternit.

    Bei 11min werden verschiedene Bauern interviewt, denen verboten wurde, ihre Felder weiter zu bearbeiten oder zu ernten, da dass Grundwasser verseucht ist. Ihre Brunnen wurden versiegelt, damit sie die Felder nicht mehr bewässern können. Zu sehen ist auch, dass die Pflanzen durch die Bewässerung teilweise eine gelbe Farbe angenommen haben.

    In dem Wasser wurden hoch gifte Substanzen gefunden, wie:

    Ammonium
    Nitrate
    Chrom
    Chlor
    Eisen
    Magnesium
    Nickel
    Blei
    Trichlormethan
    Benzol
    zu sehen bei 16 min. 34sek.

    Schon 2008 wurde dies in einem Bericht aufgeführt.
    Geschehen, ist bisher noch nichts.
    Es fehlen die Gelder dafür.
    Die EU hat bisher 110 Millionen für die Beseitigung zur Verfügung gestellt.
    Doch dies ist nur der Tropfen auf den heißen Stein, denn es werden Milliarden nötig sein, um italienische Felder von den Giftstoffen zu befreien.

    Nicht nur Süditalien ist davon betroffen.
    Der Norden hält seinen Zeigefinger sehr gerne Richtung Süden.
    Doch täglich kommt heraus, dass auch der Norden Italiens von der enormen Umweltverschmutzung durch illegale Giftmüllentsorgung betroffen ist.

    Bei 19.min.
    erzählt ein Kronzeuge der Mafia, wie das “Müllgeschäft” funktioniert und warum er aus der „ehrenwerten Gesellschaft“ ausgestiegen ist.
    Schon vor 20 Jahren stellte der ehemalige Boss sich als Kronzeuge zur Verfügung, denn, laut seiner Aussage im Video, war im bewusst, dass, was die Mafia mit diesem Giftmüll anrichtet.
    Es wäre nicht so, wie wenn man einen einzelnen Gegner einfach nur abknallt, sondern hier würde man alles vernichten, zu tausenden würden die Menschen an Krebs und anderen Krankheiten sterben. Auch seine eigene Familie könnte dem nicht entkommen, denn durch das verunreinigte Grundwasser, würden alle vergiftete Nahrung zu sich nehmen.
    Selbst die Büffelmozzarella, die in der ganzen Welt bekannt ist, kommt aus dieser Region.
    Er könnte das alles nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren.
    Er führt auch an, dass in einem Protokoll einer parlamentarischen Kommission über die Abfälle aus dem Jahre 1997, nicht ein Wort über seine Aussage geschrieben steht...als hätte er nie über die Giftmüllmafia ausgesagt.

    Also...Staatsanwälte wussten genau Bescheid über das Geschäft mit dem Giftmüll in der Region rund um Napoli...doch passiert ist nichts.

    Ab ca 23.min sind große Landstriche zu sehen unter denen auch Giftmüll lagert.

    Auch hierüber schreibt ein Maresciallo ein Protokoll...und nichts passiert.

    Mittlerweile ist er in Rente und die Unterlagen sind in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwunden.

    Den Reportern zeigt er, zu sehen bei ca.27min, die Flächen, die er für kontaminiert hält.
    Heute werden dort Erdbeeren angepflanzt.

    Und immer wieder Bilder, über verseuchte Böden.
    Industrieschlamm, der mit Plastikplanen abgedeckt wurde.
    Drumherum Landarbeiter, die die Felder bearbeiten oder ernten.
    Brunnen, die dazu dienen, die Felder zu bewässern, die nicht versiegelt wurden, obwohl bekannt ist, dass das Grundwasser verseucht ist.

    Luftaufnahmen zeigen (bei ca. 31Min.30sek ) wie verseuchtes Wasser in Bäche abgeleitet werden.

    Der Inhaber der Entsorgungsfirma behauptet, obwohl gegen ihn schon ein Strafverfahren läuft, dass das Wasser sauber sei, denn Untersuchungen hätten das ergeben.

    Kein Wunder, haben zwei Carabinieri die richtigen Unterlagen einer Untersuchung verschwinden lassen.
    Dafür landeten sie jedoch im Gefängnis und auch der Inhaber.

    Weiter wird berichtet (ab 37min 37sek.), wie illegaler Müll in „La Spezia“, eine Stadt in Norditalien, unter neu zu errichtende Hafenmauern und -stegen vor ca. 20 Jahren vergraben wurde.
    Und hierbei handelte es sich um radioaktiven Müll.
    Sie wurden also nicht mit dem Schiff, wie vorgesehen, irgendwo hin gebracht, sondern wurden in Nacht- und Nebelaktionen so illegal entsorgt, denn...versenken im Meer kostet nur ein Zehntel von dem, was eine legale Entsorgung kosten würde.
    (Schmiergelder inbegriffen)

    In einem Berghang in der Nähe von „La Spezia“ wurde auf einer großen Fläche eine Unmenge „Giftmüll“ gefunden.
    Bei 41.min ist zu sehen, wie Schaufelbagger die Erde aufgraben und der Giftmüll zum Vorschein kommt:
    Die verseuchte Erde fängt sofort an zu qualmen, in dem Moment wo sie mit Sauerstoff in Verbindung kommt.
    Die „Sachverständigen“, wie sie in Italien genannt werden, arbeiten mit schwerer Schutzkleidung und Gasmasken, denn die Dämpfe sind hochwichtig.
    Ebenfalls wird Altöl gefunden, welches aus undichten Fässern in die Erde sickert.
    Anwohner berichten, dass viele Menschen, die rund um dieses Gelände wohnten an allen möglichen Tumoren verstorben und erkrankt sind.
    Hautkrebs, Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Schilddrüsenkrebs usw....
    Eine Frau erzählt, dass ihr Mann, der auf dem nahe gelegenen Friedhof arbeitete,dass es unmöglich gewesen sei, ohne Schutzmaske zu arbeiten. Beißender Geruch lag in der Luft.
    Er verstarb an Speiseröhrenkrebs.

    Ab 45min wird über einen weiteren Kronzeugen berichtet, der auch vor der Kamera aussagt, wie das Geschäft mit dem illegalen Müll funktioniert. Er stellte sich den Behörden 1997:
    Er arbeitete mit einer Organisation zusammen, die für den illegalen Müllhandel in den 80ziger und 90ziger Jahren zuständig war.
    Zu dieser Gruppe gehörten Freimaurer, Unternehmer, Politiker, Mafiosi
    Mittlerweile...erzählt er weiter..., dass der Handel mit illegalem Müll weitaus lukrativer sei, wie der Drogenhandel.

    Drogen können ein Verlustgeschäft sein...man kann sie verlieren, Transportmittel können kontrolliert werden, es kann Verräter geben...
    Bei Müll hat man keinen Verlust....
    Das Müllgeschäft ist das größte seit über 20 Jahren...es bringt einen Gewinn von
    tausenden und abertausenden Millionen Euro, denn die Mafia steht jedem, der sich im Müllgeschäft eine goldene Nase verdienen will, mit finanziellen Mitteln zur Seite.

    Weiter erzählt er, dass er einmal anwesend war, wie ganze Container, voll mit Giftmüll, auch radioaktiv, ein Tal hinunter geworfen wurden, welches sich direkt am Rande des Meeres befand.
    Container öffneten sich, der Müll wurde überall hin verteilt.

    Tage später standen die Anwohner Schlange vor der Notaufnahme im nächstgelegenen Krankenhaus, weil einigen die Haare ausfielen. Andere waren übersät mit Wasserbeulen am ganzen Körper.

    Und er fährt fort:

    Doch der Giftmüll wird auf der ganzen Welt verteilt.
    Afrika, Nordrussland, Lateinamerika ist überhäuft mit Giftmüll.
    Diesen Verbrechern ist es völlig egal, ob Menschen massenweise sterben.“

    Nachdem er die sterbenden Kinder im Krankenhaus sah, beschloss er sein Leben in der „ehrenwerten Gesellschaft“ aufzugeben und mit der Polizei zusammen zu arbeiten.

    Er begleitet die Journalisten in die Nähe von Mailand und zeigt ihnen ganze Landstriche, bei 48.min 10sek. die kontaminiert sind. Das Erdreich wurde „teilweise“ abgetragen, doch als die Journalisten sich die Flächen etwas genauer anschauen, entdecken sie, dass erneut Fässer mit Giftmüll dort abgeladen wurden.
    Außerdem wurden weitere 6 illegale Müllhalden direkt neben der Schnellzugtrasse Mailand-Turin entdeckt.

    Der Norden Italiens ist übrigens für die Müllmafia wesentlich interessanter, als der Süden, da dort wesentlich mehr Industrie ansässig ist.
    Nur alleine in der Lombardei werden jährlich 11 Millionen Tonnen Spezialmüll produziert.
    Davon sind 1,6 Millionen hoch gefährlich.

    Luftaufnahmen (bei ca.49min.) zeigen das ganze Ausmaß der sich aneinander reihenden Müllabladestellen.

    Allein in der Nähe von Brescia befinden sich „legale“ Müllhalden, die ein Fassungsvermögen von 8 Millionen Kubikmeter aufweisen.
    Dort wird unter anderem auch Asbest, Schlacke und anderer Sondermüll gelagert.
    Nicht immer werden die Stoffe vorher „entgiftet“.

    Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass keine 800 Meter davon entfernt, sich ein Schulzentrum befindet.
    Krankheiten, wie Krebs, sind in dieser Region also schon vorprogrammiert.

    Aber auch legal agierende Entsorgungsfirmen versuchen auf Kosten anderer Profit zu machen. Jetzt wurde eine Firma überführt, die den zu entsorgenden Asbest einfach in die Müllhalden warf, ohne ihn vorher entgiftet zu haben.

    Die Ordnungshüter (Polizei, Carabinieri, Zoll, Umweltamt) versuchen mit allen Mitteln der Müllmafia auf die Schliche zu kommen (nicht alle sind korrupt, der größte Teil macht seine Arbeit gut) und darum ging ihnen auch wieder ein großer Fisch ins Netz.
    Der König des Mülls von Rom wurde verhaftet. (51min.20sek.)
    In einem seiner Müllhalden wurden illegal mehr als 10 000 Tonnen hochgiftige Schlacke entdeckt.

    Bei der Vorbereitung für ein Bauvorhaben der Ikea kam bei Aushubarbeiten zum Vorschein, was man schon fast für den ganzen Norden Italiens gewohnt ist.
    Giftmüll. Dabei alles was man sich vorstellen kann

    Als nächstes kommt, was eigentlich kommen musste...

    Die Autobahnen.

    Sie wurden und werden nicht nur mit Leichen gepflastert, bzw. werden unter Zement vergraben, sondern sie werden unterfüttert mit hochgiftiger Schlacke.
    Im ersten Moment nicht zu erkennen, denn es sieht aus wie ganz normaler Schotter, doch nach Aussagen weiterer Kronzeugen, scheinen ganze Autobahnteilstücke damit unterfüttert zu sein.
    Ganze Teilabschnitte wurden schon beschlagnahmt und die Bauarbeiten stehen still.

    Unter einem Autobahnabschnitt, der von Mailand nach Brescia führt, sollte eine Unterführung für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke gegraben werden.
    Man entdeckte tausende Tonnen Gießerei-Schlacke mit einer Chrom-Konzentration, die 1600 mal über dem erlaubten Wert lag. Also stark krebserregend.(53min 45sek)

    Dieses Chrom landete im Grundwasser von Brescia und einige der Trinkwasserbrunnen mussten geschlossen werden, denn das Wasser verfärbte sich (zum Glück) gelb.
    Warum: zum Glück?
    Hätte man es ohne die Verfärbung des Wassers überhaupt bemerkt, dass es vergiftet ist?
    Verfärbung des Wassers zu sehen bei 54.min.15sec.)

    Vielen der illegalen Geschäfte der Mafia kam die Polizei durch abgehörte Telefongespräche auf die Spur.
    Unter anderem erfuhr man, wie die Handelspartner gegenseitig sich den Rücken frei hielten, wie mit gefälschten Papieren, falschen Analysen, falsche Transportpapiere usw. usw. der illegale Müll zu legalem wurde.
    So konnte man auch auf „legalem Wege“ Müll entsorgen, das heißt, man musste keine Angst haben, dass man beim illegalen Abladen in der Natur erwischt wurde.
    Mit gefälschten Papieren, war man vor Kontrollen sicher.

    Und somit wurden hunderte Kilometer Autobahn im Norden Italiens mit hochgiftiger Gießereischlacke unterfüttert.
    Der Regen spült das Gift aus und das Grundwasser wird verseucht.
    Bei 1h:1m:30sek berichtet ein Hobbyarchäologe, dass er die Schlacke hat untersuchen lassen und es wurde ein Wert von 1978 milligramm pro 1 Kilo Schlacke festgestellt.
    Ein, an die Schlacke gehaltener Magnet, zeigt die Wirkung dieser Verunreinigung.
    Er berichtet weiter, dass er auf diese illegalen Geschäfte aufmerksam wurde, weil die LKW's den Schotter“ nur nachts abgeladen haben.
    Außerdem fand er verendete Tiere, die das Wasser tranken, welches sich am Rande der Autobahn in einem kleinen Rinnsal sammelt.

    Analysen des Wassers ergaben, dass sich in dem Wasser unzählige Giftstoffe befinden.

    Nun frage ich mich: Selbst, wenn die Bauarbeiten gestoppt wurden, die Baustelle beschlagnahmt, wie schafft es der Mensch, diese Verunreinigung, bzw. Vergiftung der Natur wieder rückgängig zu machen.

    Man wird es einfach brach liegen lassen und hoffen, dass der Regen alles weg spült.
    Nur, wird die Erde und das Wasser für Jahrzehnte verunreinigt sein?
    Was wird mit den Leuten, die in der Umgebung wohnen?
    Wo landet das Gemüse, welches in der Umgebung angebaut wird?
    Was wird aus dem Schlachtvieh, welches in der Umgebung gezüchtet wird und zum Schlachten freigegeben wird?
    Werden überhaupt Kontrollen vom Veterinäramt durchgeführt.
    Ich glaube und traue den italienischen Behörden nicht mehr.

    Die Firma „Locatelli“, die für diese Verunreinigung zuständig ist und auch schon mehrere Prozesse am Laufen hat, macht weiter wie bisher, jetzt jedoch unter anderem Namen.

    Regionalpolitiker, wie der ehemalige Vizepräsident des Regionalrates der Lombardei, wurde von den Carabinieri heimlich dabei gefilmt, wie er an einer Tankstelle 100.000 Euro Schmiergeld entgegennahm. Er wurde 2011 verhaftet.
    Zu sehen bei: 1h:00:00
    Die Firma Locatelli konnte sich damit sicher sein, dass alle Anträge für neue Sondermüllhalden schnellst möglichst zu ihren Gunsten bearbeitet wurden.

    So stellt man in Italien die Regionalpolitiker ruhig.

    Bewiesen ist somit, dass die Mafia nicht nur im Süden agiert, sondern auch der Norden seine eigenen Mafia-familien aufweist.
    Es ist die Großindustrie, die die Kontakte zu den Politikern pflegt und sie sich gefügig macht.

    Nun gehen wir wieder zurück in den Süden, genauer gesagt nach Acerra in der Region rund um Neapel.
    Hier hat die Müllmafia eine Möglichkeit gefunden, flüssige Giftstoffe so zu entsorgen, dass man es nicht sieht.
    Doch sie haben nicht damit gerechnet…oder vielleicht doch…und ganz bewusst in Kauf genommen…dass hunderte Menschen an Krebs erkranken und auch noch erkranken werden, denn die Giftstoffe sind in einem ganzen Wohnviertel verarbeitet worden.
    Häuser, ob Sozialwohnung, oder Eigentum, wurden mit verseuchtem Zement gebaut.
    Anstatt Wasser zur Herstellung des Zements zu benutzen, verwendete man flüssige Giftstoffe.

    Auch hierüber berichtet ein Kronzeuge. 1h:3m:40sek
    ”In die Betonmischer wurde kein Wasser gefüllt, sondern flüssige Giftstoffe. “ In „Via Spiniello“ in Acerra ist alles kontaminiert, Häuser, Wohnungen. Die Bauherren wunderten sich nicht, warum sie den Zement so günstig von der am Ort ansässigen Zementfabrik bekamen. Ihren giftigen Zement haben sie in der ganzen Gegend verkauft.

    Über die Machenschaften dieses Zementherstellers werden ebenfalls zwei Männer interviewt, die in der genannten Firma gearbeitet haben und Umweltaktivisten folgendes erzählten:
    Bei 1h:04min:28sekzu sehen.
    ”Ihr müsst uns glauben…abends haben wir gegen 17.30Uhr die Baustellen verlassen und am nächsten Morgen, wenn wir kamen, war schon alles mit Zement befüllt.
    Ein anderer berichtete:
    Wir haben gelben Zement gesehen, der rot oder gelb war. Abfälle, bzw die Säuren von den Gerbereien wurden als Wasserersatz verwendet.

    Trotz dieser Augenzeugenberichte ist noch niemand gekommen um den Zement zu analysieren.
    Bauarbeitern wurden Schläge für sich und die Familienangehörigen angedroht, sollten sie den Mund zu weit aufreißen.
    Ganze Häuserblocks im Neubauviertel von Acerra sind mit diesem Zement kontaminiert. 1h 05min 18sek.

    Weiter geht es nach Aspromonte in der Provinz von Reggio Calabria. 1h 05min 39sec)

    Hier wird vermutet, dass die Mafia weiträumig atomaren und giftigen Müll im Erdreich vergraben hat.
    Hierüber hat ein Comandante mit Namen „Natale De Grazia“ ermittelt. In den 90ziger Jahren war er
    der wichtigste Berater des Anti-Mafia-Ermittlungsrichters in Calabrien bei den Untersuchungen, die sich mit den Verunreinigungen des Grundwassers und den „Giftschiffen“ befassten. Giftschiffe, die ihre Ladungen vor den Küsten Calabriens ins Meer warfen.
    „De Grazia“ starb am 12.Dez.1995 „angeblich“ an einem Herzinfarkt, nachdem er in einer Autobahnraststätte zu Abend aß. Er traf sich dort mit einem Informanten. Er wurde nur 38 Jahre alt.
    Heute weiß man, nachdem erneut eine Autopsie durchgeführt wurde, dass er vergiftet wurde.
    Mit seinem Tod wurden auch die Untersuchungen eingestellt.

    Ein abgehörtes Telefongespräch zweier Mafiabosse beweist, dass schon seit 1970 in den Bergen in Calabrien auch radioaktives Material vergraben wurde. Sie sprechen von Zeitbomben und nennen auch Namen von Mafiabossen, die dafür verantwortlich waren.
    Können nicht verstehen, dass man so etwas tut. Dann doch lieber Drogen und Waffen.
    Es wurden ganze Landstriche verseucht und somit natürlich auch sie selbst und ihre Familien.
    Diese illegalen Geschäfte (Giftmüll) wären unverzeihlich.
    Sie reden über ganze Familien, die an Leukämie erkrankt sind.
    Wasser, Gemüse, Fleisch…alles sei vergiftet.
    .
    (Kleine Anmerkung von mir: Wer gerne Büffelmozzarella isst, dem will ich erklären, dass die genau aus dieser Region kommt.)

    Es heißt, sagen sie weiter, dass unter jedem Olivenbaum praktisch ein Fass mit Giftmüll vergraben sei. Zeitbomben würden dort lagern, denn irgendwann werden sie rosten und den Boden verseuchen.
    Makaber finde ich, dass einer sagt, dass die, die das taten/tun, für Geld alles machen würden und sie mit diesem Geld sich nur den Tod kaufen können.
    Tja, es gibt auch noch Mafiosis mit einem „gewissen Ehrgefühl.“ :)

    Weiter geht es in dem Video mit einer Durchfahrt durch einen Tunnel in Kalabrien . 1h 08min 22sek Gemessen wird auch hier eine hohe Radioaktivität.
    Von außen, am Tunneleingang, nimmt der Reporter Messungen durch und der Geigerzähler schlägt umso weiter aus, je näher er an den Zement herantritt.
    Normalerweise sollte die Radioaktivität einen Wert von 0,10mikro… ? nicht überschreiten.
    Das Messgerät zeigt direkt an der Mauer einen Wert von 0,23mikro… an.
    Wenn also von außen schon so ein hoher Wert gemessen wird, wie hoch muss er erst sein, wenn man unter dem verbauten Zement, der ein sehr guter Isolator ist, messen könnte…das fragt sich der Reporter.

    Der Rechtsanwalt eines der vielen Kronzeugen der Mafia, die sich stellten, weil sie mit diesen Geschäften nicht mehr einverstanden waren, berichtet:
    Unter den vielen Zeugenaussagen, gegen die Baumafia, fand er auch eine Aussage eines Bauingenieurs, der für die „ndrangheta“ (Mafia-Familie Süditaliens) und die Konstruktion dieses Tunnels arbeitete.
    Der Bauingenieur war Zeuge, wie der Giftmüll unter gegraben wurde bevor man den Tunnel fertig stellte. Auch der Zement wurde mit flüssigem Giftstoffen vermischt.
    Obwohl genügend Beweise vorliegen, dass etliche Tunnel eine hohe Radioaktivität aufweisen, werden sie nicht geschlossen und weiterhin fahren täglich tausende Autos hindurch. Das Regenwasser welches sich immer seine Bahnen sucht, landet im Erdreich und verseucht die Umgebung.

    Ein weiterer Fall:
    In einem kleinen Ort, immer noch Calabrien, mit Namen Africo, sterben die Leute massenweise an Krebs. Mehr als in allen anderen Orten der Umgebung.
    Die Bewohner stellen sich den Kameras. 1h 11min 20sek.
    Alle, die vor die Kamera treten sind selbst an Krebs erkrankt oder haben einen Angehörigen durch Krebs verloren. Teilweise trifft sogar beides auf eine Person zu.
    Alle Erkrankten sind nicht gekommen, denn viele liegen zu Hause und vegetieren vor sich hin, wie man sagen.
    Sie berichten weiter, dass sie alle in der gleichen Straße wohnen.
    Viele legen dar, dass sie schon 3 oder 4 Familienangehörige durch Krebs verloren haben.

    Auch hier stellte sich heraus, dass die Häuser mit vergiftetem Zement gebaut wurden.

    In einem solch dramatischen Fall wie diesem, würde man nun davon ausgehen, dass die Behörden reagieren müssten.
    In Kalabrien nicht, denn es gibt keine zentrale Meldestelle für Krebserkrankungen.

    Ein Bürger dieser Stadt, „Salvatore Prattico“, machte sich die Arbeit, nachdem seine Schwester vor 2 Jahren an Krebs starb, eine Liste über die Krebserkrankungen in seinem Ort zu erstellen.

    Er ging von Haus zu Hause und befragte die Bewohner.

    Keine einfache Sache, denn man muss wissen, dass Italiener, und ganz besonders Süditaliener, keinem trauen, der an seiner Tür klingelt.
    Mit viel Geduld und Überredungskunst gelang es ihm Vertrauen zu schaffen und nachdem die ersten ihm ihre Krankengeschichten erzählten, kamen auch die anderen und er schaffte es eine Liste zu erstellen, wo und wie viele erkrankten.

    Dabei kam heraus, dass in einer ganz bestimmten Straße, der Via Matteotti, von 52 Bewohnern schon 33 an Krebs verstarben.
    .
    „Ich bin zur Gemeinde gegangen und habe jeden einzelnen Todesfall des Ortes vorgetragen. Bis 2010 waren 200, die der letzten Jahre muss ich in dieser Liste noch eintragen

    Am Trinkwasser könne es nicht liegen, denn davon wurden ständig Proben genommen und auch analysiert.

    Der Bürgermeister hat nun den Antrag an die Region gestellt, den Zement, der für die Häuser verbaut wurde, analysieren lassen zu können.

    Bis die Genehmigung kommt, wird es Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern…wenn überhaupt.

    Die Straße des Todes ist zu sehen bei: 1h 15min

    Kurz vor der Ausstrahlung der Sendung, teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass man Ermittlungen aufnehmen wird und bei jedem einzelnen Haus werden Bodenproben und Zementproben entnommen.

    Weiter im Video bei . 1h 18min 27sek. wird über die Orte Caivano und Aversa in der Provinz Neapel berichtet, wo die Bevölkerung auf die Straße ging, um auf ihre Misere aufmerksam zu machen. Auch hier viel zu viele Krebsopfer.
    Der Pfarrer der Gemeinde „Patriciello“ sagte in die Kamera, dass er es war, der Alarm schlug, weil er es nicht mehr hinnehmen wollte, dass in seiner Gemeinde immer mehr Menschen an Krebs oder unheilbaren Krankheiten verstarben.
    Er führte mit Namen alle auf, die er in den letzten Jahren beerdigen musste.
    Kinder, Jugendliche, Mamas, Papas

    “Das ist doch nicht normal. Es ist nicht normal, dass man mit vier oder 6 Jahren an Krebs sterben muss. Ich bin kein Wissenschaftler und doch weiß ich, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Wir haben den früheren Ministerpräsidenten darüber informiert. Er ist auch gekommen. Sein Kommentar:
    Es liegt wohl an dem Lebensstil dieser Region.
    Natürlich gibt der Pfarrer zu, dass man zu viel isst, zu viel raucht und keine Vorsorge trifft.
    Doch das tut man schon immer und früher starben nicht so viele, wie heute.
    Ein anderer Minister wiederholte die gleichen Worte.
    Pfarrer „Patriciello“ erwiderte:
    „Natürlich atmen wir viel Rauch ein...durch die vielen Brände in unserer Umgebung.
    Wir essen schlecht, denn die Produkte unserer Umgebung sind kontaminiert.
    Wir üben keine Vorsorge aus...wenn eine Frau schon mit 30 an Brustkrebs stirbt, kommt die Mammografie, die man erst mit 45 Jahren machen kann, viel zu spät.
    Natürlich erkranken in ganz Italien Menschen an Krebs, doch die Gesundheitsversorgung bzw Vorsorge funktioniert im Süden nicht.
    Im letzten Jahr kam ein Kammerausschuss, der sich über den Zyklus des Mülls informieren wollte.
    Als wir dem Kammerpräsidenten hunderte Fotos von den Verunreinigungen (illegale Müllhalden) der Gegend zeigten, sagte er:
    Haben Sie noch nicht daran gedacht Patrouillen nachts in die Gegend zu schicken.
    Ich war entsetzt.
    Ich schicke doch nicht meine Jugendlichen in die Berge um sich erschießen zu lassen.
    Der Bürger, der brav seine Steuern zahlt, muss von seinem Vater, dem Staat geschützt werden.
    Hat er diese Aufgabe erfüllt? Nein.

    Weiter sind zu sehen die Gemeindemitglieder, die ihre Angehörigen verloren haben. Darunter viele Mütter, die die Bilder ihrer Kinder in die Kamera halten.

    Weiter geht es bei 1h:23min:40sek
    Berichtet wird über einen Arzt, der sich die Mühe machte, alle Todesfälle in einer Liste zusammen zu tragen, die nicht natürlichem Ursprungs waren.

    Allein in meinem Bereich gab es zwischen 2008 und 2012 einen Anstieg von 300% bei Schilddrüsenerkrankungen. Von 136 auf 420.
    Hierbei handelt es sich nur um die Erkrankten, die einen Antrag stellten, um von den medizinischen Kosten befreit zu werden.
    Die Dunkelziffer ist also wesentlich höher.

    Den Rest des Videos fasse ich kurz zusammen:
    Aufzeichnungen, Untersuchungen und Nachforschungen ergaben, dass es kaum einen Landstrich gibt, in dem die Müllmafia nicht ihren Giftmüll vergraben, verbaut oder einfach ins Meer geworfen hat.

    Es werden Menschen gezeigt, die auf die Straße gehen.
    Sie wissen nicht mehr, was sie essen können...haben Angst, dass alles vergiftet ist.
    Was sollen sie ihren Kindern und Kleinkindern geben.
    Früher hieß es immer, Karottenbrei, Gemüsebrei sei gesund....und jetzt, wer will noch das Gemüse vom Bauern nebenan kaufen.

    Politiker werden beschuldigt, die Augen vor der Realität zu verschließen. Anschuldigungen wegen Bestechung werden erhoben.

    Mehrere Busse, voll besetzt mit Bürgern aus den genannten Regionen machen sich auf Richtung Neapel..in die Regionalhauptstadt.1h:34min
    Sie demonstrieren vor dem Landtag gegen die „Gifte der Camorra (Mafia)“.
    Ob sie erhört wurden?
    Ich glaube nicht.

    Wenn Ihr das Video einfach weiter laufen lasst, werdet ihr noch viele Bilder sehen, die Euch die Haare zu Berge stehen lassen werden.

    Doch es gibt auch einen Vorzeigeunternehmer in Sachen Müll...

    Seine Anlagen sind auf dem allerneusten Stand, in denen nach gesetzlichen Vorlagen alle möglichen Giftstoffe verarbeitet und unschädlich gemacht werden.

    Zu sehen bei: 1h:55:14

    Noch zu erwähnen ist, dass die Firma FINDUS mit den Bauern der Regionen Calabrien, Campanien
    die Verträge gekündigt hat.

    So, hier endet mein Bericht und einigen wird jetzt vielleicht die Lust vergangen sein, den nächsten Urlaub in Italien zu verbringen.
    Ich werde trotzdem wieder hin fahren.


    Ganz am Anfang, habe ich zu einem von mir schon veröffentlichen Eintrag über das Stahlwerk ILVA in Taranto verlinkt.
    Wer es noch nicht gesehen hat, schaut es sich vielleicht jetzt doch noch an

  • Ich arbeite gerade an einem Eintrag über die Müllmafia in Italien

    und das wird mich ein paar Tage beschäftigen.

    Ihr könnt aber dessen gewiss sein, dass Ihr Euch in Euren kühnsten Träumen nicht werdet vorstellen könne, was ich Euch zu berichten habe.

    Also seid gespannt.

    Wahrscheinlich werde ich es bis morgen abend geschafft haben.

  • Die GEMA schlägt wieder zu

    GEMA: Teilen von YouTube-Videos wird kostenpflichtig
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 05.02.14, 12:30

    Die GEMA will Geld von Bloggern, die YouTube-Videos einbetten. Sie folgt damit dem Vorstoß des österreichischen Rechte-Verwerters AKM. Sollte die Regelung in Kraft treten, droht Blogs und kleinen Webseiten eine gigantische Abmahnwelle.

    Wenn es nach der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) geht, wird das Einbetten von YouTube-Videos künftig kostenpflichtig. Sie sieht im Verbreiten der Videos Urheberrechtverletzungen. Zukünftig soll die Erlaubnis der Urheber eingeholt werden und eine Bezahlung für das Teilen erfolgen.

    Damit folgt die GEMA der österreichischen Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM). Die AKM sprach sich kürzlich sogar für eine generelle Bezahlpflicht bei der Verwendung von Hyperlinks aus. Diese werden zum Einbetten von Videos verwendet werden. Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zum Urheberrecht legte die AKM ihren fast 20.000 Mitgliedern nahe, ebenfalls für diesen Vorschlag zu stimmen. Dazu übermittelte sie den Mitgliedern einen vorausgefüllten Fragebogen, der an die EU-Kommission weitergeleitet wird.

    Frage 11 des Fragebogens lautete: „Sollte das Bereitstellen eines Hyperlinks, welcher zu einem urheberrechtlich geschützten Werk oder anderen Inhalt führt, entweder im Allgemeinen oder unter bestimmten Umständen die Erlaubnis des Rechteinhabers erfordern?“ Die Rechtsabteilung der AKM entfernte vorsorglich die Antwortmöglichkeiten „Nein“ und „Keine Meinung“ und ließ nur „Ja“ als zulässige Antwort übrig, wie Futurezone berichtet.

    Zudem formulierte AKM gleich noch eine Antwort vor und kopierte diese in den Fragebogen für die EU-Kommission. Darin wird eine „angemessene Vergütung“ für Musikvideos gefordert, die in „fremde Websites eingebettet“ werden.

    Ob beim Einbetten von Videos überhaupt Urheberrechte verletzt werden, klärt gerade der EuGH in einem Verfahren. Eine Bezahlpflicht bei Hyperlinks würde zudem einen Angriff auf die Infrastruktur des Internets darstellen, sagen Kritiker.

    „Hyperlinking ist ein konstituierendes Element des Netzes. Es einzuschränken, wäre ein massiver Eingriff“, sagt Joachim Losehand vom Verein der Internet-Benutzer Österreichs.

    Die deutsche Gema schloss sich eilig der Position der österreichischen Rechteverwerter an, wenn auch mit einer leichten Einschränkung.

    „Wir sehen das wie die AKM. Im Gegensatz zu einfachen Hyperlinks, die für uns keine relevante Nutzungshandlung darstellen, sollte Embedded Content lizenziert werden. Denn hier ist für den Nutzer nicht klar ist, dass die Datei von einer anderen Seite stammt.“, sagte GEMA-Sprecherin Ursula Goebel auf Anfrage von Netzpolitik.

    Quelle und weiter lesen hier:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/05/gema-teilen-von-youtube-videos-wird-kostenpflichtig/

  • Hier war ich oft spazieren....

    Die Unwetter nehmen in Italien kein Ende.

    Auch die Insel Sizilien hat es stark getroffen

    und nun sehe ich Videos von Orten, an denen ich so oft spazieren war, die nun verwüstet sind, wie z.b. die Uferpromenade von Giardini-Naxos, unterhalb von Taormina.

    Das Video dazu (und viele andere über die Unwetter) hier:

    http://www.youreporter.it/video_Giardini_Naxos_nubifragio_2014_febbraio

  • Krankenhaus-Abfall schwimmt in Roms Straßen umher

    Italien wird im Moment durch starke Unwetter heimgesucht.
    Überall gibt es Überschwemmungen.
    Ganze Landstriche stehen unter Wasser.

    Auch die Hauptstadt Rom hat es erwischt.
    Wenn auch nicht die Innenstadt/Altstadt davon betroffen ist, wie mir unser Blogfreund "dasganznormaleleben" berichtet, sind doch viele Vorort davon betroffen.

    Was dann da so alles durch die Straßen schwimmt, kann man sich sicherlich vorstellen.

    Doch, was ich gerade eben bei fb entdeckte, lässt in mir wieder einmal eine ungeheuerliche Wut aufsteigen.
    Müllentsorgung ist ja in Italien ein weit verbreitetes Problem.
    Doch, dass jetzt in den Straßen Roms Krankenhausabfälle durch die Gegend schwimmen, schlägt dem Fass mal wieder den Boden aus.

    Alles, was in einem Krankenhaus an Sondermüll zusammen kommt, schwimmt durch die Straßen.

    Selbst das Wasser färbt sich an manchen Stellen rot, wie auf dem weiter unten gezeigten Foto zu sehen.

    Da frage ich mich nun mal wieder, wo wurde dieser Sondermüll aufbewahrt?
    Wahrscheinlich standen die Säcke mal wieder einfach nur so rum...wurden nicht in verschließbare Behälter getan.

    Wahrscheinlich wäre/wird dieser Müll mit dem normalen Abfall entsorgt und landet dann auf einer ganz normalen Müllhalde.

    Da muss man sich doch wirklich nicht wundern, dass die EU in den letzten Tagen ein Verbot ausgesprochen hat, dass Gemüse aus manchen Teilen Italiens nicht mehr in den Handel gelangen darf.
    Von dort, wo die Erde auch von radioktiven Müll und Sondermüll verseucht wurde.

    Schon lange ist das bekannt und Inspekteure, die darauf aufmerksam machten, wurden entlassen oder in andere Regionen versetzt.



    Medizin

  • England: Banken treiben bewusst gut gehende Firmen in die Insolvenz und übernehmen diese dann...

    Brutaler Raubzug: Banken treiben Firmen in die Pleite
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 03.02.14, 00:19

    Die Banken haben eine neue Methode entwickelt, um Unternehmen in die Pleite zu treiben und danach billig zu übernehmen. In Großbritannien wurden Fälle bekannt, die in ihrer Brutalität selbst abgebrühten Beobachter einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

    Die bereits in zahlreiche Skandale verwickelte Royal Bank of Scotland (RBS) hat offenbar gut aufgestellte Mittelständler bewusst in finanzielle Schwierigkeiten gebracht, um von ihrer Notlage zu profitieren. Die RBS setzte zu diesem Zweck eine eigene Gesellschaft ein: Die „Global Restructuring Group“ (GRG). Wenn ein verschuldetes Unternehmen in diese Division der Bank verschoben wird, hat es kaum noch eine Chance, zu überleben.

    Durch exorbitante Gebühren und Aufschläge sowie willkürliche Auflagen trieb die Bank die Firmen immer weiter in die Verschuldung. Damit nutzte sie die Notlage der Unternehmen aus und forcierte letztlich die Beschlagnahmung des Vermögens, um sich wertvolles Unternehmenseigentum zum Schleuderpreis einzuverleiben.

    Dies geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsfachmanns Lawrence Tomlinson aus dem gleichnamigen Tomlinson Report hervor.

    „Es gibt eine riesige Menge an Hinweisen, die darauf hindeuten, dass die RBS gesunde, gut gehende Betriebe in finanzielle Schwierigkeiten gestürzt hat,“ sagte Tomlinson.

    Gebühren und Aufschläge zu den Krediten wurden nach und nach massiv erhöht und Kreditlinien und Dispositionskredite willkürlich gekürzt oder gar gestrichen. So gab es Fälle, in denen die Bank regelrechtes Schutzgeld aus einem Unternehmen presste: Die Firma musste 40.000 Pfund bezahlen, damit der Kredit verlängert wurde.

    Die Manager der betroffenen Firmen gaben zu Protokoll, die Banker von der GRG hätten verlangt, dass die Firma ihre Rechnungen bei Lieferanten nicht mehr bezahlen durften. Dadurch wurde das Kredit-Ranking der Unternehmen schlechter, die Unternehmer verloren an Wert: Die Bank erhielt das Recht, die Schulden in Unternehmensanteile zu verwandeln. Denn der Trick besteht darin, dass die Bank das Unternehmen neu bewerten lässt: Fällt die Bewertung unter einen gewissen Level, kann die Bank die Unternehmensanteile erwerben. Dies geschieht, so der Bericht, unter anderem durch Gutachten, die von der Firma bezahlt werden müssen, die die Firma jedoch nicht einsehen darf.

    So konnte die Insolvenzmaschinerie in Gang gesetzt werden und die Bank behielt als Trophäe die teilweise stark unterbewerteten Vermögenswerte.

    Anscheinend werden die Firmen regelrecht erpresst, um an deren Sicherheiten zu kommen. Bewertungsagenturen werden eingesetzt, um die Vermögenswerte als minderwertig zu deklarieren. Kommt das gesamte Firmeneigentum unter den Hammer, profitiert die Bank von den Assets, die sie sich entweder selbst aneignet oder zu weitaus höheren Preisen weiter verkauft.

    Zu den „Käufern“ zählt, wie der Bericht ermittelt hat, eine Firma namens „West Register“: Diese Firma ist eine Tochter der RBS, in der die Bank ihre Portfolio-Beteiligungen gebündelt hat. Das bedeutet: Die RBS treibt mittelständische Unternehmen in die Pleite, filetiert sie, und verkauft die Assets unter Wert an sich selbst. Rechtliche Regelungen, dass es hier einen ganz klaren „Interessenkonflikt“ gibt, hat die Bank nicht eingeführt.

    Die Chancen der Mittelständler, sich rechtlich zu wehren, sind gering: Wie der Bericht feststellt, haben die beiden großen Banken Großbritanniens, die dieses Geschäft praktisch als Duopol betreiben können (RBS und Barclays) mit allen britischen Anwaltskanzleien Verträge, die den Anwälten verbieten, für Prozessgegner der Banken zu arbeiten. Abgesehen von den hohen Kosten, die durch die Prozesse entstehen, ist den Unternehmen faktisch der Rechtsweg abgeschnitten, weil sich die Banken die Anwälte durch sogenannte „conflict-of-interest“-Regeln regelrecht gekauft haben.

    „Durch die Zerstörung von gesunden Unternehmen hat die RBS nicht nur das Leben von tausenden Menschen ruiniert, sondern auch unsere wirtschaftliche Erholung behindert und die Lage von Millionen hart arbeitenden Briten verschlimmert“, äußerte sich Wirtschaftsfachmann Tomlinson.

    Die Royal Bank of Scotland weist die Vorwürfe eher gelangweilt zurück: Ihre Tochterfirma Global Restructuring Group (GRG) beteuerte, sie hätten nur versucht, finanziell gefährdete Firmen wieder auf tragfähige Fundamente zu stellen, so ein Sprecher.

    Indessen beschäftigt sich die britische Bankenaufsicht mit dem Fall.

    Die RBS ist bereits tief in Skandale verstrickt. Deren Banker manipulierten den Referenz-Zinssatz Libor und möglicherweise auch Devisenkurse. Für die Libor-Manipulation musste die RBS inzwischen 455 Millionen Euro Buße zahlen.

    Quelle:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/02/03/brutaler-raubzug-banken-treiben-firmen-in-die-pleite/#.Uu9qSSvmjrY.facebook

  • Zwangsabgabe auf Sparguthaben...jetzt wird es ernst

    Bundesbank stimmt Zwangsabgabe auf Sparguthaben zu

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten

    Es wird ernst mit der Schulden-Steuer: Die Bundesbank greift überraschend den Vorschlag des IWF für eine 10-prozentigen Zwangsabgabe auf Sparguthaben auf und erklärt, dass eine solche Steuer in „absoluten Ausnahmesituationen“ erhoben werden könnte. Damit wird deutlich: Die Euro-Retter planen weitreichende Eingriffe in die privaten Vermögen, um die Schulden-Krise zu beenden.

    Der Vorschlag des IWF, die Euro-Staaten mögen eine 10-prozentige Schulden-Steuer auf Sparguthaben erheben, um ihre Staatsschulden abzubauen (mehr im Detail hier) hatte bereits kurz nach der Veröffentlichung für Zustimmung bei deutschen Politikern gesorgt

    Nun greift die Bundesbank den Vorschlag überraschend deutlich auf. Die Bundesbank stimmt dem Vorschlag des IWF, dass die Staatsschulden mit einer Zwangsabgabe abgebaut werden könnten, zu und hält eine solche einmalige Schulden-Steuer für eine gute Idee – natürlich nur „im absoluten Ausnahmefall“; und natürlich nicht in „Deutschland“ – zumindest im Moment nicht.

    Allerdings ist es bemerkenswert, mit welcher Deutlichkeit die Bundesbank die Zwangsabgabe begrüßt. Würde sie das ohne Not tun, wenn eine solche Abgabe kein Thema wäre?

    Die Bundesbank hält die Zwangsabgabe für sinnvoll, um ausufernde Staatsschulden und eine Staatspleite ohne ausländische Finanzhilfen zu verhindern: Eine solche Abgabe „entspräche dem Prinzip der Eigenverantwortung, nach dem zunächst die eigenen Steuerzahler für Verbindlichkeiten ihres Staates einstehen, bevor die Solidarität anderer Staaten gefordert ist“, schreibt die deutsche Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht für Januar. Allerdings seien die Risiken und Nebenwirkungen einer Vermögensabgabe – etwa eine Kapitalflucht und ein Vertrauensverlust der Investoren – beträchtlich. „Damit sollte eine Vermögensabgabe nur für absolute Ausnahmesituationen erwogen werden, wie sie eine drohende staatliche Insolvenz darstellt“, heißt es im Bericht.

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte im Herbst angesichts der steigenden Verschuldung vieler Länder eine Vermögensabgabe von zehn Prozent ins Gespräch gebracht. Hintergrund für die Wortmeldungen zum Thema Vermögensabgabe ist die Beobachtung, dass in der Krise in einigen Euro-Ländern hohen öffentlichen Schulden umfangreiche staatliche und vor allem auch private Vermögen gegenüberstanden. Die Bundesbank schließt ich den Überlegungen des IWF an: „Angesichts dessen liegt es zunächst nahe, zur Verringerung der Staatsschuld Staatsvermögen im Rahmen von Privatisierungen zu mobilisieren. Darüber hinaus stellt sich aber die Frage, ob in außergewöhnlichen nationalen Notsituationen zusätzlich zu Privatisierungen und herkömmlichen Konsolidierungsmaßnahmen (…) auch vorhandenes privates Vermögen dazu beitragen kann, eine staatliche Insolvenz abzuwenden.“

    Wie detailliert die Pläne sind, lässt sich aus einer Analyse erkennen, die Reuters zu der Bundesbank-Meldung liefert. Hier wird schon konkret nach gedacht, wem es als nächstes an den Kragen gehen könnte: „Die Aussagen der Bundesbank sind brisant, blickt man etwa auf das hoch verschuldete Griechenland oder Italien. Im ersten Fall sind es reiche griechische Industrielle, etwa Reeder, die beträchtliche Vermögen besitzen, die aber in der akuten Krise nicht angetastet wurden. Auch im reichen Oberitalien gibt es große Privatvermögen. Italien hatte auf den Höhepunkt der Krise über Staatsanleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB ) beträchtliche indirekte Hilfen bekommen, auch wenn eine Staatsinsolvenz anders als bei Griechenland nicht zu Debatte stand. Zur Kasse gebeten wurden private Vermögen hingegen im Falle Zyperns Anfang vergangenen Jahres bei der Sanierung und Abwicklung von Banken.“

    Und – obwohl die Zwangsabgabe nach Aussage der Bundesbank ein rein theoretisches Gedankenspiel ist, hat das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bereits ausgerechnet, was die Zwangsabgabe bringen würde, wenn die Deutschen zur Kasse gebeten werden: Demnach würde eine solche einmalig erhobene Abgabe in Deutschland bei privaten Vermögen oberhalb von 250.000 Euro etwa 230 Milliarden Euro einbringen.

    Aus Sicht der Bundesbank ist aber eine Vermögensabgabe derzeit für Deutschland überhaupt kein Thema. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, die 1997 von der Bundesregierung ausgesetzt wurde, sieht die Notenbank sehr kritisch. Eine solche Steuer sei „wachstumsschädlich“, sagte ein Bundesbank-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

    Tatsächlich soll die stetige, immer detailreichere Beschäftigung mit dieser Zwangsabgabe die deutschen Sparer darauf vorbereiten, dass die Schuldenkrise nur mit einem massiven Zugriff auf deutsche Vermögen zu lösen ist.

    Der Schritt von einer kleinen Box in einem IWF-Report bis zur Veröffentlichung im offiziellen Bericht der Bundesbank zeigt, wie schnell die Idee in der Praxis umgesetzt werden kann.

    In Europa hat es solche Zwangsabgaben schon häufig gegeben – vor allem nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Der entscheidende Vorteil für die Staaten bei der Einhebung einer solchen Zwangsabgabe ist heute, dass alle Bankgeschäfte online durchgeführt werden.

    Eine Flucht ist kaum mehr möglich – das hatte der IWF seinerzeit als „downside“ für eine solche Zwangsabgabe angeführt.

    Heute ist alles mit einem Maus-Klick machbar.
    Auch die Enteignung.
    Schöne neue Welt.

    Quelle:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/01/27/bundesbank-stimmt-zwangsabgabe-auf-sparguthaben-zu/

  • Die wahren Helden Italiens…

    sind die Staatsanwälte, die gegen die Mafia ermitteln und immer wieder in deren Visier geraten.

    Während man bei der Polizei oder den Carabinieri nie ganz sicher sein kann, ob sie nicht doch auf der Gehaltsliste der Mafia stehen...kann man mit Bestimmtheit sagen, dass die Staatsanwälte, die sich zur Aufgabe gemacht haben die Mafia zu bekämpfen, nicht korrupt sind.

    Ihr Tagesablauf besteht darin, dass sie schon morgens von der Escorte von Zuhause abgeholt werden und teilweise den ganzen Tag in Hochsicherheitstrakts der verschiedenen Gerichte arbeiten.

    Die wohl berühmtesten Staatsanwälte Italiens sind Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, über die ich auch in meinem Roman Cosa Nostra, Cose mie
    geschrieben habe.

    Viele von diesen Staatsanwälten arbeiten im Verborgenen und man hört ihre Namen erst dann, wenn mal wieder ein großer Prozess ins Haus steht.

    So wie jetzt: Nino Di Matteo

    Einer der größten Mafia-Bosse, Totò Riina, der zu zehnmal lebenslänglich verurteilt wurde, hat Nino Di Matteao "zum Abschuss freigegeben."

    Was bedeutet, dass er vom Gefängnis aus den Auftrag dazu gegeben hat.

    Nino di Matteo geht nämlich einer Spur nach, die beweisen soll, dass Mafia und Politik in Italien ganz eng zusammen arbeiten.

    Vermutet wird es ja schon lange, und auch die o.g. getöteten Staatsanwälte gingen einer Spur nach, die dies beweisen sollte.

    Morddrohung gegen Mafia-Jäger: Nino Di Matteo soll sterben

    Von Hans-Jürgen Schlamp, Rom

    "Tötet Nino Di Matteo": Diesen Hinrichtungsbefehl hat Mafia-Boss Totò Riina von seiner Gefängniszelle ausgegeben. Er gilt einem Staatsanwalt, der einem gefährlichen Verdacht nachgeht: Gab es in Italien einen Pakt zwischen Politik und Mafia?

    Nino Di Matteo soll sterben. So will es Salvatore, genannt Totò Riina, einst "Boss der Bosse" der sizilianischen Cosa Nostra. Seit 1993 ist er im Gefängnis, zu zehnmal lebenslänglicher Haft verurteilt, aber noch immer gefährlich. Am 16. November flüsterte er beim Hofgang einem anderen Mafioso, Alberto Lorusso, von der in Apulien tätigen Sacra Corona Unita, zu, die Sache müsse jetzt erledigt werden, mit einem "großen Knall", denn sonst höre "dieser Di Matteo" nie auf.

    Was "u curtu", der Kurze, wie er wegen seiner bescheidenen Körpergröße von 1,58 m daheim in Sizilien genannt wurde, nicht ahnte: Das Gespräch wurde mit einem Richtmikrofon abgehört. Lorusso wurde wenig später in eine andere Haftanstalt verlegt und stand fortan unter besonderer Aufsicht. Bei einer überraschenden Untersuchung seiner Zelle, Ende Dezember, fand sich ein brisantes Schreiben. Der Text ist verschlüsselt und bislang konnte nur wenig dechiffriert werden, darunter freilich das Wort "Attentat".

    42 Bodyguards bewachen den Staatsanwalt

    Daraufhin wurden in dieser Woche die Sicherheitsmaßnahmen für Staatsanwalt Nino Di Matteo noch einmal verschärft. 42 Carabinieri bewachen ihn nun rund um die Uhr, jeweils neun mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte stehen bereit, sobald er sein Büro verlässt. Er reist nur noch per Helikopter, denn längere Autofahrten gelten als viel zu gefährlich, selbst im gepanzerten Fahrzeug. Den Sicherheitsleuten ist klar, was Riinas "großer Knall" bedeutet: eine Bombe mit gewaltiger Sprengkraft.

    Was den Mafia-Granden so aufregt, könnte auch die italienische Politik erschüttern. Denn Staatsanwalt Di Matteo ist Chefermittler und -Ankläger in einem Prozess, der im vorigen Mai begann und Licht in ein besonders dunkles Kapitel der italienischen Politik bringen soll:

    Hat der Staat in den neunziger Jahren mit der Mafia verhandelt?
    Hat die Regierung den Bossen Hafterleichterungen für deren einsitzende Mitglieder versprochen, wenn die Mafia im Gegenzug aufhört, Staatsdiener zu ermorden?
    Hat das Führungspersonal der Sicherheitsbehörden auf höhere Weisung die mögliche Festnahme von Mafia-Bossen vereitelt?

    Gemeinsam vor Gericht: Mafiosi, Carabinieri und Politiker

    Unter Anklage stehen Totò Riina und weitere Mafia-Bosse, drei hochdekorierte Carabinieri-Generäle und zwei bekannte Politiker. Der eine, Senator Marcello Dell'Utri, ist ein enger Freund und Helfer von Silvio Berlusconi, der andere ist der damalige christdemokratische Innenminister, spätere Senatspräsident und Vizepräsident des obersten Gerichtsrates, Nicola Mancino. Auf der über hundert Namen langen Zeugenliste steht auch der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano.

    Es geht um den erklärten "Krieg" der Mafia gegen den Staat, Anfang der neunziger Jahre, als die Regierung erstmals ernsthaft gegen die Gangs vorgehen wollte. Der christdemokratische Politiker Salvatore Lima, die Staatsanwälte Giovanni Falcone, samt Ehefrau und drei Leibwächtern, und Paolo Borsellino nebst fünf Bodyguards wurden Opfer von Mafia-Bomben.

    Der Staat, so die Staatsanwaltschaft, knickte ein und verhandelte mit Totò Riina. Der stellte, offenbar sogar schriftlich, klare Forderungen: Wenn ihr wollt, dass das Morden aufhört, wollen wir bessere Haftbedingungen - keine Einzelzelle mit Kontaktsperre für Mafia-Führungspersonal mehr - und weniger polizeiliche Fahndung.

    Und, oh Wunder, bald darauf endete der Mafia-Terror plötzlich. Zwar ging die Sache für Oberboss Riina selbst schlecht aus. Seine Kumpel gaben ihn zur Verhaftung frei. Doch der neue Chef, Bernardo Provenzano, änderte den Kurs komplett. Geld verdienen, ohne zu morden, hieß jetzt die Devise, zumindest so wenig wie nötig. Provenzano konnte - im Gegenzug? - jahrelang ungestört "flüchtig" bleiben. Auch wenn eifrige Mafia-Fahnder ihn immer wieder aufstöberten, erfolgte der Zugriff erst viele Jahre später.

    In jener Zeit begann auch die politische Karriere von Silvio Berlusconi, tatkräftig organisiert vom Sizilianer Marcello Dell'Utri. Der ist bereits wegen Unterstützung der Mafia zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, wenn auch nicht in letzter Instanz, und steht auch in diesem Prozess unter Anklage. Er sei, glaubt die Staatsanwaltschaft, "der Verbindungsmann zwischen Berlusconi und den Mafia-Bossen" gewesen

    Quelle:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/mafia-bedroht-staatsanwalt-nino-di-matteo-in-italien-a-944091.html

  • Italiens Linke schmust mit Berlusconi....

    Italien
    Berlusconis Rettung von links
    Von Regina Kerner

    Ausgerechnet der Chef der Sozialdemokraten macht den gestürzten früheren italienischen Staatschef Silvio Berlusconi wieder hoffähig – per Wahlrechtsdebatte.

    Rom –

    Er ist angetreten, Italiens lahmen Politikbetrieb auf Trab zu bringen. Und Matteo Renzi, Bürgermeister von Florenz und seit wenigen Wochen Chef der sozialdemokratischen Regierungspartei, ist ziemlich erfolgreich. Der 39-jährige Jungstar der Linken versucht mit ungewöhnlichen Mitteln endlich Reformen durchzudrücken, die seit Jahren diskutiert, aber nicht umgesetzt wurden. Seinem Parteifreund, Premier Enrico Letta, hat er die Zügel entrissen und ist ein Bündnis mit dem bisherigen Erzfeind eingegangen: Silvio Berlusconi, Chef der stärksten Oppositionskraft Forza Italia. Es ist eine Art außerparlamentarische Zweit-Regierung, die Letta und dessen Mannschaft vor sich hertreibt.

    Berlusconi hat als verurteilter Steuerbetrüger erst vor zwei Monaten Parlamentsmandat und Immunität verloren. Die Linke feierte das vermeintliche politische Ende des Rechtspopulisten als großen politischen Sieg. Doch jetzt wird er wieder gebraucht. Denn Italien muss baldmöglichst ein neues Wahlrecht einführen. Das bestehende, Porcellum (Schweinerei) genannt, erschwert klare Mehrheiten in den beiden Kammern – einer der Gründe für die politische Instabilität. Weil das Gesetz zudem den Wählerwillen verzerre, verlangt das Verfassungsgericht eine Reform. Dafür reicht aber die Regierungsmehrheit nicht, Forza Italia muss zustimmen.

    Renzi, ideologiefern und pragmatisch, lud Berlusconi einfach zu Verhandlungen ein – trotz der Empörung von Teilen seiner Partei. Und so betrat der Forza-Italia-Chef am Wochenende zum ersten Mal in seiner politischen Karriere die Parteizentrale der Linken. Renzi und Berlusconi einigten sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für ein Wahlgesetz, das nun schnell durchs Parlament gepeitscht werden soll. Dabei sitzen die beiden Protagonisten weder in der Regierung noch sind sie gewählte Abgeordnete. Renzi sprach nach dem Treffen von „tiefer Übereinstimmung“. Man habe vereinbart, auch bei weiteren Reformen zusammenzuarbeiten, um Italien aus Rezession und Schuldenkrise zu führen.

    Die zerstrittenen Sozialdemokraten stehen erneut kurz vor der Spaltung. Die Altlinken werfen Renzi vor, den Kriminellen Berlusconi politisch rehabilitiert zu haben. In vielen Medien wurde das Treffen dagegen als historisch gewertet, angesichts der tiefen Spaltung in Berlusconi-Anhänger und -Gegner, die Italien seit zwei Jahrzehnten prägt.
    Neue Hürden für Bündnisse

    Einig sind sich die beiden Parteiführer darin, dass man im Wahlrecht die Großen stärken und die Kleinen schwächen muss – im Dienste einer besseren Regierbarkeit. Zerbrechliche Koalitionen mit Klein- und Kleinstparteien haben Italien einen Rekord an Regierungskrisen und -wechseln beschert. Nun sollen im „Italicum“ getauften Vorschlag neue Hürden von acht Prozent für Parteien und zwölf Prozent für Bündnisse den Zugang zum Parlament erschweren. Wer mindestens 35 Prozent der Stimmen erhält, bekommt einen Bonus, der 55 Prozent der Mandate sichert. Nicht vorgesehen ist, dass die Wähler einzelne Kandidaten prämieren können – obwohl dies das Verfassungsgericht angemahnt hatte. Es bleibt bei geschlossenen Listen, deren Kandidaten von den Parteien ernannt sind. Darauf habe Berlusconi bestanden, sagt Renzi.

    Damit das „Italicum“ im Parlament durchgeht, braucht es noch Überzeugungsarbeit. Nicht nur viele Sozialdemokraten sind unzufrieden, auch die kleinen Parteien. Die Protestbewegung „Fünf Sterne“ will einen eigenen Vorschlag präsentieren. Doch die Chancen stehen nicht schlecht. Regierungschef Letta hält sich aus der Debatte heraus. Er ist damit beschäftigt, einen Koalitionsvertrag auszuarbeiten – ebenfalls auf Druck des Parteichefs. Die Regierung soll konkret mitteilen, welche Ziele sie wie 2014 umzusetzen gedenkt, fordert Renzi. Wenn sie weiter so uneffektiv arbeite, müsse sie abtreten.

    Berlusconi genießt unterdessen, dass er wieder mitspielen darf. Um sich für die Europawahl in Form zu bringen, will der 77-Jährige in den nächsten Tagen in einer Schönheitsklinik am Gardasee „abspecken“.

    Quelle:
    http://www.fr-online.de/politik/italien-berlusconis-rettung-von-links,1472596,25979178.html

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